Montag, 29. September 2014

412c

Nicht auf die Geschwindigkeit kommt es an...

In der Blogoezese geht es in diesem Monat unter anderem um die Dienstwagen von Bischöfen (siehe hier und hier).

Bei "Dienstwagen von Bischöfen" fallen mir immer zuerst die sechs- oder acht-PS-Modelle ein:


Das ist eine waschechte ehemalige fürstbischöfliche Prunkkutsche, angefertigt für und ausgefüllt von Ferdinand Julius Kardinal von Troyer und seinen Gewändern:


Also, nur mal, um den Begriff "Protzbischof" ein wenig zurechtzurücken...

Kommentare:

kalliopevorleserin hat gesagt…

Davon haben doch mehrere Schneider, Näherinnen, Klöpplerinnen und Stellmacher sowie ein Kürschner ihre Familien gut ernähren können. Damit ist das soziale Argument mit den armen Kindern, die man davon ernähren könnte, entkräftet.

Imrahil hat gesagt…

Selbstverständlich braucht ein deutscher Diözesanbischof einen Oberklassewagen (Ordensangehörige vielleicht ausgenommen). Beim Bischof von Görlitz tut's vielleicht auch ein oberer Mittelklassewagen.

Zumal wenn der wie bei Kardinal Marks laut dem Kreuzknappen vom Hersteller spendiert wird.

Wenn dann schön lokalpatriotisch der Erzbischof von München einen BMW, der Bischof von Eichstätt einen Audi, der Bischof von Rottenburg einen Mercedes, der Bischof von Hildesheim einen VW (Phaeton) fährt, ist doch alles in Butter.

Nur was macht man in Limburg? Opel hat weder einen Ober- noch einen oberen Mittelklassewagen im Sortiment. Bietet sich aber vielleicht eh an, wenn man Bescheidenheit demonstrieren will.

Imrahil hat gesagt…

Kardinal Marx, natürlich. Sorry ;-)

Anonym hat gesagt…

Ich plädiere für die Wiedereinführung der Sänfte, denn " Sänften dienten seit der menschlichen Frühzeit zumal zur Beförderung von Würdenträgern oder Personen mit Gehschwierigkeiten.
Im Gebirge wurden als Träger gerne Maultiere dafür eingesetzt." -> http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4nfte
Da darf dann das geneigte Publikum entscheiden, ob es sich bei dem Gesänfteten um einen Würdenträger oder um eine Person mit Gehschwierigkeiten oder schlichtweg um einen Faulpelz mit viel Kohle handelt.
Als Sänftenträger bietet sich m. E. das Maultier für Kleriker des gehobenen Standes aufgrund seiner Charaktereigenschaften doch als Sänftenträger geradezu an, denn: " Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Maultiere die Besonnenheit, die Ausdauer und die Trittsicherheit eines Esels in Kombination mit der Geradlinigkeit, der Kraft und dem Mut eines Pferdes besitzen." ->http://de.wikipedia.org/wiki/Maultier
UND: da das Maultier ist sowieso nicht fortpflanzungsfähig ist, lässt es sich auf seinem Weg nicht ablenken.

Das Tier ist doch einfach super.
Also, so ein Kardinal oder Bischof auf zwei MS würde sowohl die Tradition, (keusch, gradlinig, trittfest und ausdauernd) als auch den Mainstream befriedigen (umweltfreundlich, nachhaltig und deswegen voll cool)


Alipius hat gesagt…

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