Montag, 27. Oktober 2014

384b

Hätte ich jetzt nicht für möglich gehalten...

Bereits vor mehr als zwei Jahren grauste mir in einem Posting auf "Klosterneuburger Marginalien" vor dem Augenblick, an dem das Problem des islamistischen Einflusses in unserer Gesellschaft von der Straße und nicht vom Bundestag geregelt werden soll.

Nach Köln meinen nun die einen bösen Zungen, das sei von der Politik so gewollt - ja - man habe sogar förmlich darauf gewartet, um die Anklagen und Schuldzuweiseungen auf einen rechten Mob abwälzen oder wenigstens zwischen Islamisten und Hools aufteilen zu können.

Andere böse Zungen behaupten, das sei von der Politik so gewollt, um zu zeigen, zu welch dramatischen Auswüchsen die unkontrollierte Existenz extremer islamischer Elemente in unserer Gesellschaft führen kann.

Aus der Distanz betrachtet sehe ich einerseits einen Mob, der schon seit einiger Zeit darauf gewartet hat, losschlagen zu können und sich als Anlaß nun einen anderen Mob ausgesucht hat, welcher schon seit einiger Zeit losgeschlagen hat. Andererseits sehe ich eine ganze Menge frustrierter, wütender, gewaltbereiter Männer, bei denen wohl nur ein winziges Detail in der Biographie darüber entschieden hat, ob sie nun auf der Islamisten- oder der Hooligan-Seite landen.

Sowohl bei Islamisten als auch bei Hooligans paart sich ein kuscheliges Gruppengefühl für sich auf irgendeine Art ausgestoßen oder vernachlässigt fühlende Kerle mit martialischem Auftreten und latenter bis offener Gewaltbereitschaft.

Hätten kahlgeschorene, Polzeibusse umstürzende Kläffer, die sich als "das Volk" ausgeben, oder fusselbärtige, Polizisten attackierende Koranverteiler, die meinen, in den zwei Sekunden seit ihrer Konvertierung den "wahren Islam" entdeckt zu haben etwas zu unserer Gesellschaft beizutragen, dann würden wir das daran erkennen können, daß es in unseren Fußgängerzonen keine kahlgeschorenen, Polzeibusse umstürzenden Kläffer und fusselbärtigen, Polizisten attackierenden Koranverteiler gibt, sondern lediglich Männer, die fragen "Wo und wie kann ich helfen?" anstatt "Wann und wie feste darf ich dir in die Fresse hauen?"

Vielleicht kalkulieren einige Spezialisten wirklich, daß man einfach zwei irgendwie unangenehme und peinliche Armeen heranzüchten kann, die sich in blutigen Innenstadt-Kriegen gegenseitig bis zur annähernden Auslöschung aufreiben.

Vielleicht wache ich aber auch morgen auf und stelle fest, daß es tatäschlich so etwas gibt wie Politiker, die sich nicht nur dafür bezahlen lassen, daß sie vor Kameras schwafeln, sondern die auch - wenn schon "demokratisch legitimiert" - dann wenigstens auch dem Demos mal aufs Maul und auf die Finger schauen.

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