Montag, 29. Dezember 2014

321.

Zwischendurch...

... mal kurz ein Lebenszeichen, damit Ihr nicht denkt, ich befände mich in einem Urlaub, den ich nicht vorher pflichtgemäß bei meinen Lesern angemeldet hätte.

Die Weihnachtsoktav verlief bisher nicht nur planmäßig, sondern war auch wunderschön. Ich hatte gefühlte siebentausend Messen und Beichten in fünf Tagen. Sie waren allesamt gut besucht, irgendwo zwischen "Feierliches Hochamt" und "Champions League Endspiel". Viele treue Helfer (Ministranten, Lektoren, Organisten, Meßner etc...) waren dabei und haben dem stets leicht zerstreuten und luftikussigen Herrn Alipius kleine, nützliche Tips gegeben ("Wollen sie nicht vielleicht doch die Kasel anziehen, bevor sie jetzt die Sakristei zur Messe verlassen?" - "Ähh... Ja... Ich denke schon... Danke!").

Besonders erfreulich war, daß in der Kindermette auch tatsächlich bergeweise Kinder anwesend waren. Sie machten auf vollkommen sympathische und kindgerechte Art auf sich aufmerksam, indem sie bescherungsnervös auf den Sitzen hin- und herrutschten (die etwas größeren Kinder) oder einfach mal munter, mal gelangweilt, mal leicht genervt herumkrähten (die ganz kleinen Kinder). Ich bin da vielleicht etwas zu schmerzfrei, aber ich finde dieses Hintergrundrauschen bei Kindermessen immer sehr schön. Während des Hochgebets ist sowieso meistens Stille, weil erstens die Erwachsenen plötzlich so ernst und unbeweglich werden und weil zweitens die Wandlungsglöckchen einfach viel zu faszinierend sind, als daß man da hineinquäken möchte.

Ich war auch in diesem Jahr glücklicherweise wieder in der Lage, die Weihnachtstage zwischen "Arbeit" (also das, was ich häufig und gerne mache) und "Familie" (die Mitbrüder im Stift) aufzuteilen und mir so immer wieder ein wenig Entspannung und Kraft zu holen, indem ich einfach ein paar Stunden in guter Gesellschaft verbrachte.

Das Internet habe ich in diesen Tagen überhaupt nicht vermißt, weswegen es auf dem Blog auch still geblieben ist.

Vorsichtshalber wünsche ich jetzt schon mal allen Lesern einen guten Rutsch und ein gesegnetes neues Jahr, weil ich nicht weiß, wann ich mich wieder melde.

1 Kommentar:

kalliopevorleserin hat gesagt…

Dank für Meldung! Das klingt ja sehr erfreulich (besonders: die gut besuchten Beichten - könnte hier ja auch mal sein).
Alipius, der durch freundliche Mitmenschen an liturgischen Fehlern gehindert werden muß? Das ist fast unglaublich - aber lustig zu lesen.

Die guten Wünsche erwidere ich von Herzen. Wie unser Gemeindepfarrer gern sagt:
Immer schön katholisch bleiben!