Dienstag, 16. Dezember 2014

334c

Das sechzehnte "Blogoezesen-Adventskalender"-Türchen

Na servus!

Da hat Heike doch tatsächlich gestern das getan, was ich heute vorhatte: Ausgiebig in Erinnerungen schwelgen.

Denn tatsächlich bedeutet die Adventszeit (neben der "handelsüblichen" Vorbereitung auf das Weihnachtsfest) vor allem eines: Ein Trip in die Vergangenheit.

Aufmerksame Langzeit-Leser meiner mittlerweile fünftausend Blogs werden sich vielleicht erinnern, daß ich schon einige Male ein paar Advents-Anekdötchen meiner Kindheit ausgepackt habe (z.B. hier, hier oder hier).
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Okay... Da die Erinnerungen nun aus dem Weg sind, komme ich nun also zu dem, was ich seit meinem Eintritt ins Stift als allererstes denke, wenn ich "Advent" höre, nämlich: "O-Antiphonen!". Auch über die habe ich in der Vergangenheit schon geschrieben. Und ich nehme an, daß die meisten Leser sie und ihre Hammer-Auflösung auch kennen. Aber für den Fall, daß einige es vielleicht nicht wissen, poste ich es einfach nochmal:

Den sogenannten "O-Antiphonen" sind die Magnificat-Antiphonen in den Vespern der letzten Adventswoche vom 17. bis zum 23. Dezember. Sie heißen "O", weil sie immer mit einer Anrede an den erwarteten Messias beginnen ("O Sapientia" oder "O Adonai" etc).

Die sieben Anreden lauten:
Sapientia (Weisheit)
Adonai (Herr)
Radix Jesse (Wurzel Jesse)
Clavis David (Schlüssel Davids)
Oriens (Anfang)
Rex Gentium (König der Völker)
Emmanuel (Gott mit uns)
Es sind die sieben Titel Christi, des Messias, in den hebräischen Schriften.

Wenn man am 23. Dezember jede dieser Antiphonen gesungen und somit die (hier fett gedruckten) Anfangsbuchstaben der Anreden sozusagen "gesammelt" hat und diese Buchstaben dann rückwärts liest, ergibt sich die Verheißung: "Ero cras!" was soviel heißt wie "Ich werde morgen (da) sein!" oder "Ich werden morgen kommen!"

Und das finde ich einfach nur GENIAL!
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Und zuletzt noch ein persönlicher Advents-Gedanke: Daß wir für den Herrn die Straßen gerade machen sollen, daß Berge und Hügel abgetragen und Täler aufgefüllt werden sollen, das ist wahrscheinlich allen Kirchgängern noch im Ohr. Wenn also alles entkrümmt und eben sein soll, dann soll demnach eine Gerade hergestellt werden. Die Gerade ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten (also zumindest im Normalgebrauch; es gibt bestimmt schon wissenschaftliche Nachweise, daß unter bestimmten Bedingungen der Bogen oder die Schlangenlinie viel kürzer sind). Die beiden Punkte, die verbunden werden sollen, sind unser Herz und unser Herr Jesus Christus. Und das bringt mich zu einem Gedanken, den ich vor einigen Jahren mal hatte und den ich heute immer noch für wahr halte: Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist die Liebe.

Ich wünsche allen Lesern eine gesegnete Rest-Adventszeit und verweise auf das Blog Glauben vertiefen auf welchem morgen das siebzehnte Türchen geöffnet wird.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

mich verbinden sie immer mit meinem Geburtstag und Tauftag ( o sapientia und o oriens)-eine gute o-Antiphonen-zeit wünscht KM aus G.

Stegi hat gesagt…

sooooo lange ist AmRömsten schon her..... ?! Das waren noch Zeiten, schwelg....