Sonntag, 14. Dezember 2014

336.

Das vierzehnte "WSDST"-Türchen

Diese ""Sie küssen meine Hand, Madame!"-Gemälde des Italieners Lorenzo Cecconi (1863 - 1947) spricht eigentlich für sich selbst und stellt mich nur vor vier Fragen:

Wie einfach ist es, auf einem im Wasser liegenden Boot die Geige zu spielen? Wann wird die Dame vom Bootsrand ins Wasser fallen? Was ist in dem Kästchen, welches der im Boot stehende Herr hält? Und warum zum Henker liegt die schöne blaue Seide auf dem Wasser?

Bonuspunkte für die Sänften-Szene im Hintergrund (die mich daran erinnert, daß ich schon lange kein Sänften-WSDST mehr hatte).

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

wunderbar! die Dame fällt nach dem Geigenspieler ins Wasser, wenn das Boot ablegt, der Kardinal kann nicht schwimmen und deshalb rettet die beiden der mann mit dem Kästchen, das er schnell ins wasser wirft--und so werden dann zwei spielende Kinder nach 300 Jahren ein von Schlingpflanzen umschlungenes barockes kästchen finden und darin befindet sich ein kleines büchlein in dem steht.......

Alipius hat gesagt…

Hervorragend! Sehr blühende Phantasie!

Die Fadenwirkerin hat gesagt…

Na, in dem Kästchen ist Schnupftabak, ganz klar. Allerdings frage ich mich auch noch, wer gleich in die Hände spucken darf zum Rudern?

LG

Anonym hat gesagt…

Die Kardinalsmaler fahren im Prinzip besonders auf shiny Material und bling ab - das sind super Handwerker, die Seidenmoire und Damenschleppen pinseln können, als gäbe es kein Morgen...und genau darauf fuhr wohl das Publikum auch ab, hübsche Oberflächen, bling, ein bisschen großäugige Kätzchen, ein bisschen Kirchenkritik, ein bisschen risqué - eigentlich ziemlich urks, wenn man bedenkt, dass sich die das ohne postmoderne Ironie ins Wohnzimmer gehängt haben.