Freitag, 5. Dezember 2014

345c

Das Erlösungswerk kommt nur schleppend voran...

Denn - wie die Deutsche Umwelthilfe e.V. weiß - die Kardinäle und Bischöfe verweigern Papst Franziskus die "Gefolgschaft beim Klimaschutz".

Es ist also schon wieder ein Jahr vergangen, und erneut wagt sich ein Haufen Umweltretter großspurig und fordernd an die frische Luft:
    "Die Botschaft von Papst Franziskus zu mehr Bescheidenheit und Umweltschutz gerade auch beim Fahrzeugpark ist bei seinen deutschen Statthaltern ganz offensichtlich nicht angekommen. Interessant ist, dass in dieser Frage die protestantischen Kirchenleiter dem neuen Papst näher stehen. Wir fordern die katholischen Kirchengemeinden und die Pastoren auf, ihre Bischöfe zum Verzicht auf klimaschädliche Protzlimousinen zu bewegen", fordert Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.
Yaddah-yaddah-yaddah...

"Protzlimousinen" sind in der Tat nur dann erlaubt, wenn sie klimafreundlich sind. Grüner Spitzenreiter ist Landesbischof Jochen Bohl von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen, dessen Mercedes Benz E300 BlueTEC Hybrid nur 99 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt, allerdings laut einem Testbericht vom März dieses Jahres mit einem Grundpreis von satten 52.449 € zu Buche schlägt. Für die Testwagen-Version muß man bereits 75.713 € hinblättern.

Buhmann des Jahres ist der Essener Bischof Overbeck, der die "dunkelrote" Karte sah, weil sein VW Phaeton mit 224 g CO2/km etwa 70 Prozent über dem geltenden EU-Klimaschutzgrenzwert liegt und mit künstlicher Intelligenz aufgemotzte Außenspiegel hat, welche sogar im Dunkeln Robbenbabies erkennen und erschlagen können.

Nix gegen Klimaschutz und nix gegen Bischöfe, die die Dienstwagenwahl als Teil ihres Vorbildfunktions-Portfolios sehen. Aber dieser Teil der Vorbildfunktion interessiert mich persönlich erst dann, wenn der Bischof den Hirten-Test bestanden hat. Denn da liegt nun mal für mich als Katholiken bei einem Bischof der Hase im Pfeffer.

Die Welt mag ganz vernarrt sein in ihr Umweltschutz-Evangelium. Und sie mag sich in ihrer Vernarrtheit zu immer neuen Höhen der Forderungen und des Vorwurfs emporschwingen ("Der Essener Bischof Overbeck hat immer noch nicht verstanden, dass auch die obersten Manager mit göttlichem Auftrag irdische Klimaschutzregeln zu befolgen haben"). Aber kein Baum und keine Schleiereule kann meine Seele retten. Das kann nur Christus mit seiner Kirche.

Übrigens kann man sich bei der Deutschen Umwelthilfe e.V. was mich betrifft beruhigt zurücklehnen. Mein bischöfliches Dienstfahrzeug wird lediglich 8 PS haben, nämlich die der edlen Viebeiner, die meine Kutsche ziehen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

OK, damit hast du mich jetzt endgültig überzeugt, daß du zuallermindestens episcopabilis bist! Ein Bischof, der achtspännig vorfährt und aus der Kutsche 50m Cappa Magna hinter sich herschleifend in die Kirche einzieht, das wär schon was! Kannst dich ja schon mal für Linz bewerben... *grins*

R

Cicero hat gesagt…

Da 8-Spänner nicht auf die Autobahn dürfen, wäre ein Bischof Alipius ein in seiner Diözese anwesender Bischof.
Diese Entwicklung wäre sehr zu begrüßen.
Ob die 8 edlen Rösser allerdings den CO2- Test bestehen, das sein noch mal dahin gestellt. :-D