Montag, 1. Dezember 2014

349c

Türchen, Türchen und nochmals Türchen...

Neben meinem "Was sie damals so trieben"-Adventkalender, dem Weihnacht-Plattencover-Grusel der Pimpfe und dem auch schon angekündigten und verlinkten Adventskalender der Blgoezese gibt es für die ganz manischen Türchenaufreißer in diesem Jahr noch viele weitere Anlaufpunkte:

Elsa recycelt ihren literarischen Adventskalender aus dem Jahre 2008.

FPA bietet auf Sicut Incensum einen musikalischen Adventskalender.

Auf Pulchra ut Luna gibt es eine Robert-Spaemann-Psalmen-Meditations-Adventskalender-Doktorarbeit zu bestaunen:
    Ich hatte oben ja schon angedeutet, daß es bei aller Begeisterung noch etwas gibt, das ich mir an dem Buch anders wünschen würde. Das hängt in erste Linie mit einer Entscheidung zusammen, die aber einen großen Vorzug des Buchs ausmacht: Spaemann zitiert die Psalmtexte nach der Vulgata, allerdings leider nicht zweisprachig, also lateinisch und deutsch, sondern bloß in der Übersetzung der Alliloli-Bibel (vgl. hier). Dabei merkt man, was er in der Einleitung auch selber andeutet, immer wieder, wie er tatsächlich (u.a.) mit dem lateinischen Text gearbeitet hat. Hier auf PuLa werden wir daher die Ausschnitte zunächst im Latein der Vulgata (genauer der „Clementina“) bringen, und natürlich auch in deren Zählung. Damit ist man so nah wie realistisch möglich an der Form, in der diese Texte Jahrhunderte hindurch im ganzen Abendland gebetet worden sind. Sie können die vollständigen Psalmtexte jederzeit auf dem „Bibleserver“ abrufen (hier) (und zu der Frage „Clementina vs. Nova Vulgata“ werde ich auch irgendwann mal was schreiben…)

    Nun ist es allerdings leider weiterhin auch so, daß der Text der Allioli-Bibel hier in einer mehrfach überarbeiteten Form gegeben wird, ohne daß dies (und das ist meine einzige echte Kritik an dem wunderbaren Buch) deutlich gemacht wird. Klett-Cotta wünschte sich vermutlich eine „moderne“ Textgrundlage mit klarem Copyright etc.. Nun, wer PuLa kennt, der weiß, „behutsame Überarbeitungen“ und „vorsichtige Anpassungen“ sind uns aus Erfahrung zumeist ein Graus, sie verhunzen in aller Regel die Sprache des Originals eher, als daß sie irgend etwas anderes tun und sie berauben uns der Chance, die darin liegt, sich einmal mit einer anderen (älteren) Sprachform auseinanderzusetzen. Wie gut, daß wir vor einiger Zeit ohnehin aus eben diesen Gründen eine „originale“ Allioli-Bibel angeschafft hatten, genauer eine Ausgabe von 1851. Daraus werden wir also den deutschen Text bieten, wundern Sie sich also nicht über ungewöhnliche Orthographie, bitte!

    Weiterhin haben wir noch zu Rate gezogen die Auswahl, die Hans Urs v. Balthasar aus Augustinus‘ Enarrationes‘ vorgelegt hat (Über die Psalmen, Freiburg [Johannes Verlag Einsiedeln], 3. Aufl. 1996), was dann mit „(AA)“ gekennzeichnet wird, Spaemann dementsprechend natürlich mit „(RS)“, und ein weiteres älteres Werk: Psallite sapienter; Erklärung der Psalmen im Geiste des betrachtenden Gebets und der Liturgie von P. Dr. Maurus Wolter, ursprgl. 1869, zitiert nach der 3. Aufl. Freiburg [Herder] 1904, „(MW)“. Ein sehr schönes Buch (in fünf Bänden…), dem die gelegentlich erheiternde Sprache der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kaum Abbruch tut, und aus dem man nebenbei so allerlei mitkriegt, welch ungeheuren (liturgischen) Reichtum wir (vorübergehend) verloren haben…

    Daneben haben wir gelegentlich auch noch in die „Septuaginta Deutsch“ geschaut, die sich bekanntlich mit „(LXX)“ für lateinisch „Siebzig“ abkürzt (Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart, 2009). Soweit erforderlich werden wir weitere Quellen (und ggf. Abkürzungen) von Fall zu Fall nennen.
Josef Bordat hat seinen virtuellen Adventskalender bereits komplett bestückt, so daß besonders neugierige Leser jetzt schon hinter jedes Türchen gucken können.

Pro Spe Salutis hat sich für einen Dichterwort-Adventskalender entschieden.

Und wo wir's grade von Dichtern haben: Claudia, blogoezesane und auch darüberhinause Mit-Worten-und-Reimen-umgehen-Könnerin erster Güte, ist sich nicht zu schade und reicht uns auf Mein Leben als Rezitatorin und Dichterin selbstgedichtete Advents-Perlen!

Und der geistbraus hatte eine Idee, von der ich zuerst dachte, daß ihre Umsetzung irgendwie ein wenig zu preachy und gewollt frustig werden könnte, die mich aber nun, da ich das erste Türchen gesehen habe, voll überzeugt: Hinter jedem der 24 Türchen findet man eine Kirche, die in diesem Jahrzehnt zerstört wurde, inkl. weiterführendem Link.

Und ich bin mir ziemlich sicher, daß ich jetzt noch nicht einmal alle blogoezesanen Adventskalender gefunden habe.

1 Kommentar:

Heidrun hat gesagt…

Und das Doradio hat auch einen! Mit Willi bert Pauels. Bethanien bloggt brauch ich ja nicht erwähnen.:-) Da ist sicher für jeden was dabei. Allen eine gesegnete Adventszeit!