Montag, 19. Januar 2015

300.

Präventive Schutzmaßnahmen...

Ein etwas seltsamer Satz aus der FAZ:
    Will eine pluralistische Gesellschaft den öffentlichen Frieden bewahren, kommt der Staat nicht daran vorbei, die Werte, die Muslimen heilig sind, zu schützen.
Heißt das jetzt, daß man die Werte, die Gläubigen anderer Religionen heilig sind, nicht schützen muß, wenn man den öffentlichen Frieden bewahren will?

Wenn ja, warum? Liegt es daran, daß Gläubige anderer Religionen nicht so viel Rücksicht verdienen, wie Muslime? Das kann ich mir in einer Gesellschaft, die sich pluralistisch nennt, eigentlich nur schwer vorstellen.

Oder liegt es vielleicht daran, daß man den Schutz, den bestimmte Werte oder Inhalte verdienen, nicht von den Werten und Inhalten selbst oder von den Menschen, denen diese heilig sind, abhängig macht, sondern von den Reaktionen auf eine Verunglimpfung dieser Werte und Inhalte?

Kommentare:

Herminator hat gesagt…

Oder liegt es vielleicht daran, daß man den Schutz, ... abhängig macht, ... von den Reaktionen auf eine Verunglimpfung dieser Werte und Inhalte?

So ist es sogar rechtlich geregelt - siehe Blasphemieparagraph. :(

Arminius hat gesagt…

Ich muß nicht unbedingt diesen Herrn Mohammed aus Mekka öffentlich als pädophilen Massenmörder beschimpfen. Aber wenn es mir verboten wird, dann werde ich es tun.