Donnerstag, 1. Januar 2015

318.

"Gottesmutter"

Das ist eigentlich ein Wort, das es gar nicht geben kann. Jeder weiß doch, daß Gott keinen Anfang und kein Ende hat, daß er nicht irgendwann geboren wurde und irgendwann wieder sterben wird. Und jede Frau, die von sich sagt "Ich bin die Gottesmutter" sähe man einigermaßen verwundert an.

Als Gott sich durch den Engel Gabriel an Maria wandte, um ihr mitzuteilen, was an ihr geschehen soll, da hatte diese Frau aus Nazareth die richtige Intuition und antwortete nicht "Ich bin die Gottesmutter" sondern "Ich bin die Magd des Herrn".

Denn Gott hat den Menschen erhöht, indem er sich für den Menschen erniedrigte. Da es uns aber aufgetragen ist, unserem Herrn Jesus Christus nachzufolgen, müssen wir uns in dem Maße erniedrigen, wie ER uns erhöht hat und müssen auf das Angebot des Heils antworten wie Maria: "Ich bin die Magd/der Knecht des Herrn".

Kommentare:

Frischer Wind hat gesagt…

Schon am ersten Tag des neuen Jahres auf Krawall aus? ;-)

Ein gesegnetes Neues Jahr und möge die Mutter Gottes Dich unter ihren Mantel in Schutz nehmen.

clamormeus hat gesagt…

Na ja, zwar war das Wort Gottes "vor aller Zeit", aber er blieb ja auch in seiner Zeit als Mensch dennoch auch Gott. Schon insofern spricht man doch mit Fug und Recht von Maria auch als der "Gottesgebärerin" und "Gottesmutter"?

Auf was willst Du hinaus?


Auch von mir ein gessegnetes neues bürgerliches Jahr!

Alipius hat gesagt…

Darauf, daß man erst von der Gottesmutter spricht, seitdem Gott (und nicht sie selbst) Maria zur Gottesmutter erklärt und gemacht hat und sie es demütig angenommen hat. Das ist zwar eine Binse, aber es zeigt eben schön die Dimensionen und die Unterschiede zwischen der Erhöhung, die wir durch Gott erfahren und die Demut, in der wir sie annehmen sollten.

clamormeus hat gesagt…

Um die dienende Haltung Mariens also. Danke, jetzt ist's klar.