Montag, 2. Februar 2015

286b

Simeon...

Die Geschichte von Simeon im Tempel zeigt eines sehr deutlich: Man wirft den Christen oft vor, sie behaupteten, die Wahrheit zu haben. Es ist genau umgekehrt: Die Wahrheit hat die Christen, und manchmal hält sie einen so fest, daß man eben nicht anders kann, als freudig auszurufen: "Dies ist das Licht, das alle Heiden erleuchtet!"

Kommentare:

Monika hat gesagt…

Wenn einen etwas ergreift, so daß man die absolute Gewissheit hat, daß man von der Wahrheit ergriffen wird, ist das ein Beleg ... für gar nichts.
Gefühl von Gewissheit beweist gar nichts.

Was ist das Christentum aber, wenn es nicht mehr glaubt, die Wahrheit zu haben?

Alipius hat gesagt…

Ist Glaube etwas anderes als ein "Gefühl von Gewißheit"?

Anonym hat gesagt…

ja und das Schönste, dass es hier auf Erden gibt

Monika hat gesagt…

Vielleicht nicht. Für mich auf jeden Fall war er genau das.

Nee - ich glaube, da gabs auch noch "Entscheidung". Es gibt ja lange Phasen von Glaubensleere, Glaubenszweifeln, kann man auch in Biographien großer Heiliger nachlesen. Und da wurde dann empfohlen, einfach so zu tun als ob man glaubt, weiterzuleben, als ob man glaube, den Nichtglauben, die Zweifel nicht ernst zu nehmen. Das halte ich durchaus für vernünftig in Zeiten, wo Nichtglaube fast für die gesamte Gesellschaft undenkbar war. Der Mensch ist in erster Linie ein Gemeinschaftswesen. Individualismus kostet Kraft.

Also, bezüglich des Glaubens - alles Paletti.

Aber wie gesagt, ein "Gefühl von Gewißheit" sagt nicht das Geringste über Wahrheit.

Allerliebste Grüße

Monika

Gerd Franken hat gesagt…

Kann jemand Gewissheit fühlen? Ich für meinen Teil fühle Schmerzen. Gewissheit habe ich, weil ich erkenne. Das hat nix mit Gefühl zu tun. Meine Meinung.

Maria hat gesagt…

Und was heißt "erkennnen"? Geht das mit dem Verstand? Und Gott (nur) mit dem Verstand erkennen - wie geht das? Ernsthafte Frage von mir.

Alipius hat gesagt…

Gott mit dem Verstand erkennen geht auf jeden Fall. Man frage z.B. Aristoteles und Thomas von Aquin.