Dienstag, 25. April 2017

Jetzt, wo der Frühling da ist...

s gibt neue Musik! Und da der Frühling sich jetzt auch (zumindest in Klosterneuburg) wettermäßig bemerkbar macht, ist erst einmal Schluß mit den eher herbstlich-dunklen Klängen. Dafür gibt es mal wieder klimpernd hüpfendes, sphärisch hauchendes, schamlos poppiges Mittwipp-Ohrenfutter, bei dem sich (gefälligst) gleich mal gute Laune breitmacht. Das gibt mir auch die Gelegenheit, eine neue Cover-Gestaltung auszuprobieren. Das Stück heißt Umlaufbahn und ist mit seinen etwas über drei Minuten im Grunde so schnell wieder weg, wie es da war. Reinhören könnt Ihr hier.

Sonntag, 9. April 2017

Ist das Internet doch besser, als ich dachte?

m vergangenen Wochenende geschah auf reddit etwas Erstaunliches: Die User bekamen eine riesige, leere Fläche mit dem Namen Place zur Verfügung gestellt. Sie durften nun diese Fläche mit Pixeln füllen. Zur Auswahl standen 16 Farben. Jeder User durfte über den Verlauf des Experiments (Dauer: 72 Stunden) beliebig viele Pixel setzen, mußte aber nach jedem Pixel einige Minuten warten, bevor er das nächste Pixel setzen konnte.

Was sich dann an Spontaneität, Gruppenbildung, Ideenfindung, Absprachen, Planung, Aufbau, Zerstörung, Krieg, Versöhnung, Albernheit und Ernsthaftigkeit abspielte und zu welchem Ergebnis es führte, das läßt mich schon ziemich staunen. Sind wir doch besser, als man annehmen sollte? Wenn ich mir überlege, daß die Aktivitäten auf Place im Grunde in einem rechtsfreien Raum stattfanden, dann finde ich es nicht nur erstaunlich, sondern eigentlich auch beruhigend und großartig, daß sich nicht die phantasielosen Zerstörer, die kruden Kriegsführer und die ewig in Grundschul-Lautstärke kichernden Pimmel-Maler durchgesetzt haben, sondern daß am Ende tatsächlich so etwas zustande gekommen ist wie ein Gesamtkunstwerk, an dem Leute aus allen Enden und Ecken der Erde beteiligt waren.

Die ganze Geschichte ist faszinierend. Lesen könnt Ihr sie hier (inkl. vieler Zeitraffer-gifs).

Und hier ist das Endergebnis (in einer ziemlich großen Bilddatei):

Samstag, 8. April 2017

Stiller

anche Leser - vor allem auch aus der Gruppe jener, die schon seit am römsten-Zeiten dabei sind - fragen sich bzw mich, warum hier eigentlich nicht mehr so kommentiert wird, wie früher.

Dafür gibt es eine ziemlich einfache Antwort: Mir ist im Moment überall viel zu viel starre Gesinnung und ausgehöhlte Symbolik. Addiert man dazu eine immer irgendwie sprungbereit zu sein scheinende Aggressivität und das Unvermögen, gleiche Phänomene auch - unabhängig von ihrer Ansiedlung - gleich zu behandeln, dann schaffe ich es einfach nicht, die nötige Lust und Energie aufzubringen.

Sowohl im Internet als auch in der Welt, in der die Dinge tatsächlich stattfinden, gibt es ungefähr eine Gazontilliarde von Bescheidwissern, Erklärbären, Anschmiegern, Abstoßern, Mittelwegfindern, Tobsüchtigen, Kuschelflötern, Aufhetzern, Beschwichtigern und Abwägern. Ich bin mir ziemlich sicher, daß sich irgendwo eine solide Begründung versteckt, die mich ermutigen könnte, in dieser Kakophonie meiner Stimme Gehör zu verleihen. Aber momentan versteckt sie sich einfach zu gut.

Also werde ich erst einmal auf diesem Blog nur das tun, was ich tun will und nicht das, was möglicherweise einige von mir erwarten.

Dienstag, 4. April 2017

Ein morgendlicher Spaziergang...

at mich zu diesem neuen Stück angeregt. Es ist ein wenig anders als der Kram, den ich bisher veröffentlicht habe, irgendwie akustischer, luftiger oder so. Zudem ist es - wie ich finde - ultra-entspannend. Also hört mal hinein. Das Stück heißt "Frühes Licht in weiten Räumen" und ich hoffe, daß es auch ein wenig danach klingt, denn dann hätte ich meine Absicht auch in die Tat umgesetzt. Reinhören könnt Ihr wie üblich bei Soundcloud unter diesem Link.

Montag, 13. Februar 2017

Neue Musik

ch stecke momentan in einer zart-industrial Gespenster-Phase und koste das mit dem neuen Stück auch hemmungslos aus. Sorry für den Krach im Hintergrund, aber der gehört leider dazu. Dafür wird's am Ende wieder lieber, klimpriger, entspannter. Das Stück wollte, daß ich es "Abhöranlage in der Seelenfabrik" nenne. Von mir aus. Reinhören könnt Ihr hier.

Donnerstag, 2. Februar 2017

Neuer Schnee!

orgestern und gestern kam über diverse flockenreiche Etappen der Schnee zurück, machte sich breit auf Dächern, in Gärten und auf Plätzen und wollte sich trotz mehrmaliger geräuschvoller Räumungsfahrten so gar nicht vertreiben lassen, sondern fiel einfach gleich wieder neu und ebnete die Reifen- und Raupen- und Schaufelspuren weiß ein. In der Nacht ließ er es dann gut sein. Im Stiftsgarten machte ich eben ein paar Bilder:










Montag, 30. Januar 2017

Revolution im Verstand

rivilegiert, beleibt und wohlhabend stolziere ich durch meinen Gehirn-Palast. Umhüllt von kostbarsten Gedanken-Gewändern feiere ich mich selbst in den prunkvollen Gemächern der Argumentation, errichtet und ausgeschmückt von Selbstvergewisserungs-Tatsachen, die mir über Jahre hinweg in einer festen Ordnung immer demütig und brav den mir laut Tradition zustehenden Anteil brachten, und auf die ich dennoch - mal heimlich, mal offen - mit Verachtung hinabblickte, ohne mich jemals zu ihnen hinabbegeben zu haben. Wollte ich die Zeichen nicht erkennen? Konnte ich die Zeichen nicht erkennen? Als die Türen zum Festsaal krachend auffliegen, ist die Antwort auf diese Fragen nicht mehr von Belang. Rauher Fakten-Pöbel stürmt hinein und beginnt sofort mit seinem Zerstörungswerk. Ungewaschene, grobe Hände greifen gierig nach zarten Gedanken, die sie bald zerfetzen und zertrümmern. Aller Pracht entkleidet, allen Glanzes verlustig, gedemütigt und ohnmächtig stehe ich bis auf die Leibwäsche entblößt inmitten der Verwüstung. Aus meinen einstürzenden Augen flieht ein Blick zurück und bleibt hoffnungsleer an einem letzten Stückchen unversehrter, trügerischer Gewißheit haften, während ich gepackt und hinausgezerrt werde in die Kälte, in die Schutzlosigkeit. Man wirft mich in eine schmutzige Zelle, und das Gelächter ist groß, als ich das zusammengereimte, weiche Prunkbett gegen die wahrhaftige Härte einer strohbedeckten Pritsche tauschen muß. "Wir hätten dir alle unsere Waren zu dem vernünftigen Preis der Überprüfung angeboten. Doch du ließest sie einfach eintreiben und hast blind und gierig an dich gerafft, was dir gefiel, was zu dir paßte, was dich schmückte!" So lautet die Anklage. "Aber...", stammele ich. "Aber... Ich liebe Euch doch, meine Untertanen!". Höhnisches Gelächter, obszöne Gesten, verächtliches Ausspucken. "Dir bleibt eine Nacht des unruhigen, bilderlosen Schlafes! Verzichte morgen offiziell vor unserem Tribunal auf deine parfümierte Fassaden-Kenntnis und lerne das Leben in der Latrine der Tatsachen kennen", raunt man mir noch zu. "Und glaube nicht, daß wir bei dir eine Ausnahme machen: Wir haben schon ganz andere Köpfe von ihren Träumen getrennt". Meine ungeübte Seele steht nackt dem Schöpfer zur Verfügung, der sie - so muß ich hoffen - mit Milde betrachtet.

Montag, 23. Januar 2017

Gespensterstunde...

ls ich meinen Weihnachts-Hit schrieb, fiel mir irgendwann auf halbem Wege auf, daß das Teil schwer nach OMD klingt. Das wurde mir dann auch auf facebook von einem Freund und Musik-Macher, -Liebhaber und -Kenner bestätigt. Ich war damals seiner Meinung: "Besser gut geklaut, als schlecht selbstgemacht" (Dabei war eigentlich gar nichts geklaut - schon gar nicht bewußt). Jetzt habe ich ein neues Stück fertiggestellt. Es heißt "Geister und Träume" (und ist nicht ganz so gespenstisch, wie das Cover befürchten läßt).

Auf die Gefahr hin, hier den totalen Oversell zu machen, muß ich darauf hinweisen, daß das Teil ziemlich gelungen ist (dürfte so in meinen persönlichen TOP-3 meiner bisherigen Werke landen).

Und nun zurück zum Diebstahl: Genau in dem Moment, in dem ich das Stück hochlud, fiel mir ein, wer darauf stehen könnte: Leute, die damals auf "The Horizon Bleeds and Sucks Its Thumb" von This Motal Coil abgefahren sind. Nicht, weil es offensichtich geklaut ist, sondern weil die Stimmung mich ein wenig daran erinnert. Aber entscheidet selbst. Reinhören könnt Ihr hier.


Montag, 9. Januar 2017

Schnee!

nd ich denke mir: 'So dürfte es um das Stift herum gerne auch mal zu Weihnachten aussehen'. Aber immerhin habe ich nun meinen ersten anständigen Schnee in diesem Winter! Mal sehen, ob noch etwas nachkommt...