Mittwoch, 15. April 2015

Andere Länder, andere Sitten...

1.) Leugne einen Völkermord, und du wirst bestraft.

2.) Nenne einen Völkermord "Völkermord", und du wirst bestraft.

"Das wird man ja wohl noch verschweigen oder leugnen dürfen!", lautet die mannhafte Devise derjenigen, die sich ihrer Schande nur stellen können, in dem sie die beleidigte Leberwurst, wenn nicht gar das Opfer spielen.

Kommentare:

Alexander hat gesagt…

Es geht wohl eher um die vorbeugende Abwehr materieller Forderungen, denn würde die Türkei den Völkermord offiziell anerkennen, folgten Entschädigungsforderungen von den betroffenen armenischen Opfern mit Sicherheit auf dem Fuße. Wie utopisch diese ausfallen können, zeigt uns gerade Griechenland.

Jürgen Niebecker hat gesagt…

Nunja, z.B. in Frankreich hat man versucht das Leugnen des Genozids unter Strafe zu stellen – egal was die Türkei sagt. Am Ende wurde dann das Gesetz vom Verfassungsgericht kassiert, da es gegen die Meinungsfreiheit verstoße.
Man kann eben nicht alles haben: absolute Meinungsfreiheit und Verbot von Meinungen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_zur_Bek%C3%A4mpfung_der_Leugnung_der_Existenz_gesetzlich_anerkannter_V%C3%B6lkermorde#Das_Armenier-Gesetz_in_Frankreich

kalliopevorleserin hat gesagt…

Es ist mir offengestanden völlig egal, warum die Türkei den Völkermord an den Armeniern leugnet. Sie tut es, und das ist böse.
Angst vor Reparationszahlungen? Tja... hätte man eben früher drüber nachdenken sollen.

Alexander hat gesagt…

Leugnen ist immer irgendwie böse. Gleich ob man den Holocaust, den Völkermord oder die Existenz Gottes leugnet. Jedes Zeitalter kennt seine eigenen Leugner, die aufs Strengste bestraft gehören.

Nur wir, Christen, sollten allmählich darüber erhaben sein.