Sonntag, 9. April 2017

Ist das Internet doch besser, als ich dachte?

m vergangenen Wochenende geschah auf reddit etwas Erstaunliches: Die User bekamen eine riesige, leere Fläche mit dem Namen Place zur Verfügung gestellt. Sie durften nun diese Fläche mit Pixeln füllen. Zur Auswahl standen 16 Farben. Jeder User durfte über den Verlauf des Experiments (Dauer: 72 Stunden) beliebig viele Pixel setzen, mußte aber nach jedem Pixel einige Minuten warten, bevor er das nächste Pixel setzen konnte.

Was sich dann an Spontaneität, Gruppenbildung, Ideenfindung, Absprachen, Planung, Aufbau, Zerstörung, Krieg, Versöhnung, Albernheit und Ernsthaftigkeit abspielte und zu welchem Ergebnis es führte, das läßt mich schon ziemich staunen. Sind wir doch besser, als man annehmen sollte? Wenn ich mir überlege, daß die Aktivitäten auf Place im Grunde in einem rechtsfreien Raum stattfanden, dann finde ich es nicht nur erstaunlich, sondern eigentlich auch beruhigend und großartig, daß sich nicht die phantasielosen Zerstörer, die kruden Kriegsführer und die ewig in Grundschul-Lautstärke kichernden Pimmel-Maler durchgesetzt haben, sondern daß am Ende tatsächlich so etwas zustande gekommen ist wie ein Gesamtkunstwerk, an dem Leute aus allen Enden und Ecken der Erde beteiligt waren.

Die ganze Geschichte ist faszinierend. Lesen könnt Ihr sie hier (inkl. vieler Zeitraffer-gifs).

Und hier ist das Endergebnis (in einer ziemlich großen Bilddatei):

Kommentare:

Jörg Loch hat gesagt…

"faszinierend" hätte ein spitzohriger nur der Logik folgender Charakter einer Fernsehserie meiner Kindheit wohl dazu gesagt, was den Nagel nach meiner Meinung auf den Kopf trifft. Der Beweis kollektiver Intelligenz.

Jörg Loch hat gesagt…

Beziehungsweise kollektiver Schaffenskraft.