Montag, 23. Februar 2015

Backlash kann ich auch! (mit Mauritius)

Hi Leute!

Die Neue Zürcher Zeitung berichtet von einem "konservativen Backlash" in der Katholischen Kirche des Landes.

Anzeichen dafür ist z.B. eine Aussage des Bischofs von Lausanne, Genf und Freiburg, Charles Morerod, der angekündigt hat, "im September beim «Marsch für das Leben» von christlichen Abtreibungsgegnern mitzulaufen".

"konservativer Backlash"... Weil Lebensschutz...

Was bedeutet das nun eigentlich zwischen den Zeilen? Wenn du in der Kirche als waschechter Progressiver gelten willst, dann mußt du dich leider von Veranstaltungen wie dem "Marsch für das Leben" fernhalten? Lebensschutz (oder, länger und komplizierter formuliert: Erkennen der eigenen Verantwortung, z.B. in Dingen der Sexualität und Akzeptieren der Konsequenzen des eigenen Handelns, z.B. auch in Dingen der eigenen Sexualität) ist grundsätzlich eher eine Geschichte für Konservative, weil wir ja alle wissen, daß Progressive da einfach der simplen "Ins Bett und Sex und weg damit"-Praxis folgen?

Ich wäre als Schreiber (für welche Zeitung auch immer) sehr vorsichtig, konservatives Katholischsein mit dem Einstehen für den Schutz des Lebens gleichzusetzen. Denn das schlechte Licht fällt - ob gewollt oder ungewollt - am Ende dann doch eher auf die Progressiven.
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BLEIBT LOCKER UND BETET DEN ROSENKRANZ, EURE PIMPFE

1 Kommentar:

kalliopevorleserin hat gesagt…

Konservativ und progressiv sind ohnehin bedeutungslose Wörter.
conservare heißt bewahren, und solange man nicht dazusagt, was man eigentlich bewahren will, steht offen, ob man Gutes oder Schlechtes bewahren will.
progredi heißt voranschreiten, und solange die Richtung nicht klar ist, weiß man nicht, ob man zum Schlechteren oder zum Besseren voranschreitet.