Donnerstag, 28. Januar 2016

Verhältnisse

enn man bedenkt, wie viele Menschen sich in ihrem Protest gegen Was-auch-immer auf ein christliches Erbe, auf christliche Tradtionen, auf ein christliches Menschenbild, auf christliche Werte und auf ein christliches Abendland berufen, dann muß man eigentlich davon ausgehen, daß Kirchenbänke, Beichtstühle, Priesterseminare und Ordenshäuser in Europa bestens gefüllt sind.

Kommentare:

katholischlogisch hat gesagt…

Wenn ich so einen Sich-auf-christliches-Irgendwas-Berufer mal wirklich vor mir habe, werde ich ihn fragen, was das eigentlich ist, worauf er sich beruft. Die Antwort ergibt dann wahrscheinlich einen sehr schrägen Blogartikel.

Andreas N hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Andreas N hat gesagt…

Ach naja, man könnte die obwaltenden Usancen, also z. b. das wir abgekommen sind Kinder zu verheiraten, Dieben die Hand abzuhacken, anderen Religionen Raum für die Ausübung ihres Glaubens zu lassen, Homosexuelle nicht an Baukräne zu hängen,eine in Tat und Geld ausgeprägte Hilfsbereitschaft zu kultivierem, usw,usw. usw, auch mit dem Erbe der Aufklärung zu begründen und jeden Bezug zum Christentum zu vermeiden. Wäre Ihnen dann geholfen ?

Der Herr Alipius hat gesagt…

Richtig! Es kommt mir vor, als sei es erst gestern gewesen, als ich im Geschichtsstudium von den Aufklärern las, die verlangten, daß im Christentum endlich die überall verbreiteten Mißstände wie Kindsbräute, Hände-Abhacken, Homosexuellen-Hängen etc abgeschafft werden. Danke für die Auffrischung!

Und sind es wirklich nur die Aufklärer Schuld, daß wir davon abgekommen sind, anderen Religionen Raum für die Ausübung ihres Glaubens zu lassen und eine in Tat und Geld ausgeprägte Hilfsbereitschaft zu kultivieren, oder habe ich da eine mißverständliche Formulierung zu ernst genommen?

Andreas N hat gesagt…

Ja in der Tat scheine ich mich missverständlich ausgedrückt zu haben:

Ich finde man darf sich durchaus auf das christliche Abendland berufen und dieses für schützenswert halten, auch wenn man kein oder auch kein tiefgläubiger Christ ist, eben weil man trotzdem die Bedeutung des Christentums für gedeihliche Lebensumstände schätzt.

Ich hatte Sie so verstanden, dass sie das anders sehen und deshalb als Alternative die Berufung auf die Aufklärung ins Spiel gebracht. Ich hielte das zwar nicht für besser, aber meine Frage war ja, ob das für einen gläubigen Christen besser wäre, als wenn sich weniger gläubige trotzdem auf das Christentum beziehen.

Der Herr Alipius hat gesagt…

Ah. Verstehe. Nun, ich bin Christ, und finde es ein wenig komisch, daß sich in letzter Zeit so viele Menschen auf spezifisch christliche Dinge berufen, ohne daß ich das Gefühl habe, es ginge dabei in unserer Gesellschaft plötzlich auch bedeutend christlicher zu. Das war der Grund für meinen Beitrag.

Andreas N hat gesagt…

Sieht man es positiv, koennte ja zumindest Einzelnen dieser Umstand bewusst werden.

Ich bin so ein Einzelner.