Freitag, 6. März 2015

"konservativ, traditionalistisch, extremistisch, menschenverachtend"... Da fehlt aber noch homophob und frauenfeindlich!

Hi Leute!

In der Studie "Das missionarische Potenzial der deutschsprachigen katholischen Bloggerszene" liest man auf Seite 43:
    Etwa ein Drittel der befragten Personen versteht sich nicht als Teil der Blogozese. Die Ablehnung einer Identifikation mit der Blogozese wird von neun Personen durch ähnliche Argumente untermauert. Die Befragten verstehen unter dem Begriff eine spezifisch-determinierte „Gruppe“, in der eine bestimmte kirchenpolitische Einstellung „in einer einseitigen Richtung“ und einem „begrenzten Themenumfang“ vertreten werde. So wurde folgende Erfahrungen gesammelt: ein Großteil der Blogger seien „erzkonservativ bis rechtskatholisch“, teilweise „papstfeindlich“, es handele sich um einen „Verbund schwer rechtslastiger Blogger“ oder um eine Versammlung von „extrem konservativen, traditionalistischen bis hin zu extremistischen katholischen Bloggerinnen und Bloggern“. Neben dieser kirchenpolitischen Einordnung, wurden weitere negative Erfahrungen gesammelt. So werde in der Blogozese „ein menschenverachtender Umgangsstil mit Andersdenkenden“ gepflegt und eine aggressive Einstellung gegenüber katholischen Themen vertreten. Eine verbreitete Anonymität in der Blogozese wird bemängelt. Für eine befragte Person füge eine so geprägte Blogozese dem Ansehen der Kirche „massiv Schaden“ zu. Die Antworten der befragten Personen lassen eine eindeutige Abgrenzung zu erlebten, negativen Begegnungen mit einer so gearteten Blogozese erkennen.
Hmm...

Wir melden uns nur mal kurz, um klarzustellen, daß wir uns hier nicht umfänglich angesprochen fühlen.

Logo: Hinter "erzkonservativ bis rechtskatholisch" machen wir auf jeden Fall eine grünes Häkchen. Aber den Schuh der Papstfeindlichkeit ziehen wir uns nicht an. Wir mögen sowohl BXVI als auch Papa Francesco. "Verbund schwer rechtslastiger Blogger"? Wir wissen nicht mal, was wir damit anfangen sollen. Die "Versammlung von extrem konservativen, traditionalistischen bis hin zu extremistischen katholischen Bloggerinnen und Bloggern" wärmt uns dagegen schon wieder irgendwie das Herz, weil da einfach an alles gedacht wurde. "Menschenverachtend"...? Ernsthaft? Wir wissen nicht, auf welchen Blogs die Blogoezesengeschädigten unterwegs waren, aber vielleicht hat da auch einfach jemand zu tief in die Antifa-Flasche geschaut? Wenn linkstlinke Demonstranten uns Menschenverachtung vorwerfen, weil wir z.B. das Leben im Mutterleib schützen wollen, dann fliegt uns da keine Sicherung raus, weil wir von Leuten, die ständig von "Toleranz" oder "Respekt" faseln, aber selbst weder Toleranz noch Respekt zeigen, diese spezielle Form der Erkenntnis-Sackgassen gewöhnt sind. Aber daß jetzt auch schon katholische Blogger zu diesem Trick greifen, das ist schon herb. Und das mit dem Schaden kaufen wir auch nur zum Teil. Während wir feste darauf hoffen, daß wir dem clownnasentragenden, hochgebetstöpfernden, fladenbrotfleddernden, schleiertanzenden Anteil der Kirche hier und da mal eine satte Breitseite verpassen können, wollen wir andererseits den simplen "Sag das Schwarze, tu das Rote"-Leuten erstmal keine Reißzwecken auf die Sitze legen.

Unterm Strich: Irgendwie sind wir schon ganz schön finster, aber den Pokal räumen wir wohl erstmal nicht ab.
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BLEIBT LOCKER UND BETET DEN ROSENKRANZ, EURE PIMPFE

Kommentare:

Jürgen Niebecker hat gesagt…

Es gibt nichts finsteres als die finsteren Pimpfe — und derzeit dann noch dieses Violett. Also Violett geht gar nicht.
Da muß ich ja gleich an „die Violetten“ denken, die „Partei für spirituelle Politik“.
Oh je…

Anonym hat gesagt…

tja und ich bin ganz ohne eigenen blog: liebenswert, spirituell, gut-katholisch, konservativ, einfach nur nett, ne Frau, Kind Gottes, sehr jung aussehend, eremitisch, gottgeweiht, einfach unwiderstehlich!!!!!!!

Anonym hat gesagt…

Nja, von Papst Franziskus "mögen" kann in weiten Teilen der Blogozese wirklich nicht die Rede sein. Es sei denn, unter "mögen" verstünde man neuerdings "davon ausgehen, dass diese Person überhaupt nicht verstanden hat, worum es im Christentum geht, und erwarten, dass diese Person ihr Möglichtes tut, um die Kirche zugrundezurichten". Falls das "mögen" bedeutet, dann ja.

Die Pimpfe hat gesagt…

Mag schon sein. Aber wir mögen ihn. Sicherlich nicht kritiklos. Aber trotzdem. Und ohne Gänsefüßchen.

Anonym hat gesagt…

ich mag ihn auch

peccator quidam hat gesagt…

Ich auch. Manchmal wundere ich mich über ihn, manchmal stimme ich nicht in allem mit ihm überein, und manchmal brauche ich etwas Zeit, Hirnschmalz und Karitas, um ihn zu verstehen, aber daß er die Kirche mit Fleiß zugrunderichten wolle, das glaube ich nun wirklich nicht.

Jürgen Niebecker hat gesagt…

Richtig: das schafft er auch ohne Fleiß.

Cinderella01 hat gesagt…

Unser Papierkorb kriegt auch den ganzen Tag Post von irgendwelchen anonymussen, die behaupten, wir würden den Papst und ein paar seiner Kardinäle nicht mögen. Ja, was diese Linkstlinken so alles wissen. Ganz kluge Leute allesamt.

Cinderella01 hat gesagt…

Und außerdem hat der Kardinal Marx ja letztens bei einem Vortrag in USA die traditionellen Katholiken, besonders die jungen, als potentielle Terroristen klassifiziert. Das war doch praktisch schon ein (Kreuz)-Ritterschlag. Ist der Ruf erst ruiniert ....

Richard hat gesagt…

Naja, man muss nicht gerade tief ins Glas geguckt haben und man muss auch nicht tief suchen um bei auf der Plattform der katholischen Blogger vernetzten Sites solche Zitate zu finden: "Was mich ein wenig wundert ist die Erwartung der Quotenmädels in SPÖSPDÖVPCDUGRÜNEFDP das sie nicht reihenweise abgeschlachtet werden, wenn sie den Mustafas die Füsse küssen. Zum Vergewaltigen dürften Frau Studienabbrecherinnen und Reichsverweserinnen Göring , Burgstaller und Roth kaum noch taugen." Ein anderer dort vernetzter Blogger - lepenseur - schreibt wieder eine ausdrückliche Würdigung auf General Guderian, der lt. eigenen Aussagen "nie an eine Zukunft Deutschlands ohne den Nationalsozialismus geglaubt hat" und noch knapp 10 Jahre nach Kriegsende davon überzeugt war, dass sich das deutsche Volk "zu Recht gegen die Angriffe der Juden gewehrt hat". Als der Grün-Politiker Marco Schreuder in einer Diskussionssendung gegen die katholische Publizistin Gudrun Kugler-Lang argumentierte erhielt er mehrere hundert Mails von empörten Christen. Er wurde da unter anderem mit Mord bedroht, als "schwule Drecksau" bezeichnet, die "vergast" oder "mit dem Besenstiel gef...t" gehört. Soweit zum Thema Toleranz. Einige Seiten - bei weitem nicht alle - vertreten ein hasserfülltes Christentum mit Scharnierfunktion zur extremen Rechten.

Die Pimpfe hat gesagt…

Das stimmt so alles. Aber man sollte bedenken, daß das erste Zitat ("SPÖSPDÖVPCDUGRÜNEFDP" etc...) der Kommentar eines anonymen Lesers ist (der ein Katholik sein mag oder auch nicht), daß "Le Penseur" sich selbst nicht zur Blogoezese zählt (und auch bei der Vergabe des Robusta-Preises in der Kategorie "Abseits" mitläuft, also zu den Blogs gehört, die eher durch Verlinkung und durch inhaltliche Überschnitte zur Blogoezese gehören) und daß drittens die Blogoezese keine Verantwortung übernehmen kann für Drohungen durchgeknallter Hasser. Spinner gibt es überall. Aber deswegen die Blogoezese insgesamt in eine "rechte" oder "menschenfeindliche" Ecke stellen zu wollen, ist nicht weniger spinnert.

Bierchenbärchen hat gesagt…

"...und daß drittens die Blogoezese keine Verantwortung übernehmen kann für Drohungen durchgeknallter Hasser."

Da wär ich mir gar nicht so sicher. Der Blogbetreiber, der so einen Quark durchgehen lässt, kann genau so haftbar gemacht werden, wie der andere Blogbetreiber, der auf sowas verlinkt. Oder so ähnlich...

Die Pimpfe hat gesagt…

Nur, daß die Drohungen der Hasser, von denen hier die Rede ist, nicht auf einem Blog standen, sondern per E-Mail an Schreuder gingen. Da kann die Blogoezese nun wirklich nichts ausrichten.

Richard hat gesagt…

Danke Pimpfe für die Antwort. Ich habe ganz bewusst von "einigen - bei weitem nicht allen..." Seiten gesprochen. Bei diesen wenigen Seiten gibt es aber Grund zur Besorgnis und eine zunehmende Radikalisierung. Charismatismus bringt häufig ausländerfeindliche und Pegida verherrlichende Artikel, Kultur und Medien Online gibt sich homophob und so weiter. Es bilden sich da christliche Hassgruppen nach amerikanischen Tea Party muster heraus, die sich von allen möglichen Seiten verfolgt fühlen. Und das besorgt mich ehrlich gesagt.