Montag, 9. November 2015

Ich muß jetzt doch mal fragen...

Ein nüchterner bis unterwältigter Beitrag zur Flüchtlingssituation schwelte schon länger, aber in der total aufgeheizten Situation wollte ich ihn nicht schreiben, weil er 49 Prozent der Leute viel zu Autobahn und weiteren 49 Prozent nicht Autobahn genug sein wird. Und die vernünftigen 2 Prozent wollte ich in diesen Trog nicht einfach mit reinreißen.

Jetzt schreibe ich dann eben keinen Beitrag sondern stelle einfach mal eine Frage (am Ende).

Radio Vatikan berichtet dies aus Frankreich:
    Ministerin Najat Vallaud-Belkacem will nicht nur den Deutsch- und den altsprachlichen Unterricht stark einschränken: Der Lehrplan sieht auch vor, dass die Geschichte des Christentums und der Aufklärung nicht mehr verpflichtend gelehrt werden. Stattdessen wird die Geschichte des Islams im Geschichtsunterricht zur Pflichteinheit erhoben.
(siehe auch: "Wir müssen jetzt aber mal dringend Staat und Kirche trennen, weil die Kirche so arg doll gegen die Aufklärung ist").

Die Hälfte der Flüchtlinge, die in diesen Tagen, Wochen und Monaten nach Europa gekommen sind, kommen und kommen werden, sind muslimisch, männlich und jünger als 35 Jahre.

Eben habe ich Filmmaterial aus Australien gesehen. Muslimische Männer unter 30 Jahren marschieren mit aggressiver Haltung, finsteren Mienen, IS-Fahnen und den diversen, obligatorischen "Unser Gott ist viel besser als Eurer"-Transparenten auf und liefern sich eine blutige Auseinandersetzung mit der Polizei.

Die muslimischen Männer unter 30 Jahren, die nach Europa kommen, werden sicherlich nicht alle das Leben vorfinden, welches sie gesucht haben (Flüchtlingsblocker Saudi-Arabien bot ja schon großzügig an, in Deutschland 200 Wahabismus-Moscheen zu bauen, damit künftig die Frustrierten ja nicht im falschen Auffangbecken landen).

Jetzt bereits importiert ist offenbar die Christenverfolgung, wenn man den diversen Medien-Berichten aus diversen Flüchtlingsunterkünften glauben darf.

Und an Grundschulen geben muslimische Kinder offen und ehrlich das wieder, was sie... ja... wo eigentlich?... gehört bzw gelernt haben: Christen muß man töten und Juden sind schlimmer als Schweine.

Und jetzt sagt mir doch bitte, warum ich ganz entspannt auf die Massen blicken soll, die schon da sind, und die noch kommen?

Daß wir uns nicht falsch verstehen: Mein Leben ist mir scheißegal. Ich habe einen Gott und einen Himmel, und das sollte EIGENTLICH jedem normalen Mensch genügen (siehe auch: Gewaltbereite "Unser Gott ist viel besser als Eurer"-Rage Monkeys). Ich habe aber auch in Deutschland und in Europa etwas, das schon lange vor mir da war und das auch nach mir noch lange bleiben soll. Darum sorge ich mich.

Kommentare:

Jürgen Niebecker hat gesagt…

Im Grundgesetz steht doch bei Artikel 4a: „Eine Islamisierung findet nicht statt.“ – Es ist alles also gut und angstfrei geregelt.

Mach Dir also keine Sorgen. Aber die mußt Du Dir ja sowieso nicht machen, da ihr alle Flüchtlinge nach Deutschland durchschleust. :P
… Tu felix Austria …


Disclaimer: Dieser Beitrag kann Spuren von Satire, Ironie und schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr!

Anonym hat gesagt…

Ich verstehe dann nicht, wenn von „Massen“ gesprochen wird, statt Menschen. Besonders heute, am Gedenktag der Novemberpogrome.

Menschen werden verfolgt in aller Welt. In Europa werden Häuser angezündet durch Europäer, welche das Abendland zu schützen vorgeben.

Christen sehen ihre Bedeutung schwinden, dass ist sogar realistisch. Das Christentum verliert Anhänger in vielen europäischen Staaten. Grund sind durchaus andere Religionen aber auch, dass es manchen nicht mehr attraktiv erscheint. Ggf. noch als Event zu Feiertagen, dann wenn nicht zu genau nachgefragt wird ob es gelebt wird.
Ich suche, dass es gelebt wird. Freundlich und zuerst den Menschen annehmend, als Abbild eines Schöpfers der vieles schuf… ;

Dazu ist es notwendig den einzelnen Menschen zu sehen, ein Vertrauensvorschuss. Der kann enttäuscht werden. Wird er vermutlich auch hin und wieder, in Bezug auf Menschen aller Nationen und Religionen…;
Und doch hoffte ich stets, dass Christen an den Menschen glauben, als Kind G*ttes. Oft nicht leicht, selbst in den eigenen Reihen und doch unveräußerlich und notwendig.

Ich bin enttäuscht, sehr, soeben… Man möge mir mit Angst und Gewalt kommen und diese aufrechnen, nach vermeintlicher Selbsthilfe schreiend.
Mir ist dies, an einem Tag wie dem heutigen, (besonders) unangenehm…;


Andreas N hat gesagt…

Wenn man schon diesen Tag in Erinnerung ruft, dann sollte man wenigstens im Gedächtnis haben welche Gruppen- vor nicht allzu langer Zeit- vor Gewaltsucht geifernd, nach einer Wiederholung der Geschehnisse verlangend durch die Strassen zogen, jüdische Menschen bedrohten, ein Synagoge anzündeten.

Wenn einen an diesem Tag etwas mit Bestürzung erfüllen muss, dann die geradezu aggressive Wirklichketsverdrängung, die aus solchen Zeilen spricht.

Laurentius Rhenanius hat gesagt…

Lieber Alipius,
ich teile Ihre Sorgen vollkommen. Wir erleben die Unfähigkeit und Wehrlosigkeit des dekadenten Westens, der sich geschichtsvergessen und kulturmüde selbst aufgibt. Allein z. B. die sog. "FrauenrechtlerInnen", die sonst wegen jeder Bagatelle vor Gericht ziehen, halten sich bedeckt. Wo waren denn unsere ganzen "Initiativen gegen rechts" als die pöbelden Muselmanen im Ruhrgebiet vor nicht einma zwei Jahren "Juden ins Gas!" schrieen? Die "Herren" sind auf Videos festgehalten worden. Ermittlungen des Staatsschutzes? Fehlanzeige! Klagen? Generalbundesanwalt? Nix!
Lepanto ist für viele kein Begriff mehr, jedenfalls unter Abendländern.

Anonym hat gesagt…

Funktioniert erschreckend gut: " welche Gruppen- vor nicht allzu langer Zeit-"...Betonung auf Gruppen

oder auch...

"die pöbelden Muselmanen"...


Da werden einzelne Menschen nicht gesehen sondern Gruppen ausgemacht. Und es gibt immer welche der Gruppe, die auch Täter sind. Ist wie mit Priestern. Da gibt es auch welche die sich pädophil ausleben. Das besagt wenig über die anderen, die es weder sind, noch befürworten....aber man kann immer Gruppen bilden und "Gewalt rufen".

Und ein bischen Revolte gegen "die Anderen" zum historischen Datum bringt ja auch Stimmung in die Bude der Leser. Ob man es so oder so sieht.

Glückwunsch!

marram hat gesagt…

Was ich mich frage, ist, wie man auf diese "zwei Drittel" kommt?

Kaffeesatzleserei? Kristallkugelschau? Eingebung von oben?

Ich kann ja verstehen, wenn man gefühlt anders empfindet als die offiziellen Zahlen sind.

Aber als Blogger mit halbwegs existierendem Verantwortungsgefühl, sollte man zumindest auch die offiziellen Zahlen der BAMF(1) erwähnen. Und da sind es keinesfalls die behaupteten/gefühlten zwei Drittel.

Wenn man - so wie Sie - von Männern spricht, dann gehe ich davon aus, dass Sie damit keine Kinder und Jugendlichen unter 16 J. meinen.

Der Anteil der 16- bis 29,99-jährigen an den bisher insgesamt registrierten Flüchtlingen beträgt aber nur 35,09 Prozent.

Sollte Sie unbedingt die unter 16-jährigen dazurechnen wollen, dann sind es 49,42 Prozent.

Und natürrlich kann man darüber spekulieren, wie die Aufteilung bei den noch nicht registrierten Flüchtlingen ist.

Aber hier zu behaupten, dass es da irgendwie 2/3 sind finde ich in hohem Maße unseriös.

(1) Link zur Statistik des BAMF, die übrigens jeden Monat aktualisiert wird. Dort Seite 11. Und dort die zweite Statistik.

http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Statistik/Asyl/statistik-anlage-teil-4-aktuelle-zahlen-zu-asyl.pdf?__blob=publicationFile

Und komme mir jetzt keiner damit, dass da doch unter der Statistik was mit 70,7 Prozen steht. Diese 70,7 Prozent beziehen sich NICHT auf die Gesamtzahl der Flüchtlinge, sondern auf den reinen Anteil unter den männlichen(!) Flüchtlingen.

Anonym hat gesagt…

Dabei ist es doch sogar egal. Wen würde denn Alipius vorschicken aus einem Kriegsgebiet, in einem Boot unter Lebensgefahr? Die Frauen seiner Familie und die Kinder?

Und was würde er für Flüchtlingshelfer investieren?

Und würde er vor Gewalt und Krieg flüchten, würde er dabei bleiben, dass das was dazu führte total "knorke" war? Oder würde er ggf. sogar finden...eine ausgesuchte Gesellschft ist sicherer und vielleicht sogar annehmbar? So nach dem Einzelfall fragend...von Mensch zu Mensch... ;

Kulturhistorsch ist der Ausgangsbeitrag spannend. Persönlich bin ich betroffen... kulturell, religiös und menschlich.

Anonym hat gesagt…

Der Herr Alipius sagt seine Meinung und Worte schaffen Wirklichkeiten. Und hier wurde http://lepenseur-lepenseur.blogspot.de/ preisgekrönt.

Ich denke dies ist folgerichtig. Weil es besagt was Alipius und die Seinen meinen.

Das ist für mich nahezu lähmend. Nahezu...aber was ich wirklich sagen kann ist, es offenbart tendenziöses...

Nun kann ich sagen, ich hätte anderes gehofft. Hoffen ist relativ und durchaus auch naiv.


marram hat gesagt…

Und jetzt zu der Meldung vom Mai 2015 von Radio Vatikan, die hier von Ihnen zitiert wird:

Der Deutschlandfunk (mitnichten ein linkes Agro-Blatt) sieht das ganze wesentlich differenzierter als Radio Vatikan: Zitat aus dem Artikel des DLF: " ... Andere kritisieren, dass Islam-, Juden- und Christentum als Pflichtfächer künftig aufgewertet werden, die Schulen aber wählen dürfen, ob sie etwa " mittelalterliches Christentum" in den Lehrplan nehmen oder nicht. ... " Link dazu:
http://www.deutschlandfunk.de/frankreich-streit-ueber-die-schulreform.795.de.html?dram:article_id=320209

Das liest sich doch ganz anders als das, was da Radio Vatikan daraus gemacht hat. Es geht als nicht darum eine Abwertung oder gar Negierung die Geschichte des Christentums nicht-zu-lehren, sondern lediglich darum, dass Schüler und Schulen einen winzigen Teil (mittelalterliches Christentum) als Wahlfach wählen bzw. abwählen dürfen.

Interessant ist doch, dass teils kritisiert wird, dass die Geschichte des Christen-, Juden- und Islamtums insgesamt im schulischen Lehrplan aufgewertet werden sollen.

marram hat gesagt…

Nachtrag: diese 70,7 Prozent beinhalten auch den recht hohen Anteil der männlichen Flüchtlinge unter allen männlichen Flüchtingen - vom Neugeborenen bis zum 15,99-jährigen. Aber eben NICHT den Anteil unter allen Flüchtlingen!

Theodreds Schicksal hat gesagt…

In Europa werden seit Jahren Kirchen und Häuser von Christen oder konservativ Denkenden angezündet, beschmutzt, verwüstet. Und jene, die dies ansprechen werden öffentlich Niedergeschrien und als Geschichtsmissachter dargestellt.
Haben Sie sich jemals darüber aufgeregt?
Haben Sie jemals am Jahrestag des Völkermordes in der Vendee starke Kritik am Christentum als "unangemessen" empfunden?
Solange Sie nur dann Anstoß an Worten wie "Massen" (ein Wort, welches sich mit einer Ellipse erklären lässt: "Massen von Menschen") finden, wenn es aus bestimmter Richtung kommt, sollten Sie evtl. mal den Balken vor den eigenen Augen suchen.

Theodreds Schicksal hat gesagt…

Ganz anders als "Pack" oder ähnlich derzeit beliebte Worte...

Theodreds Schicksal hat gesagt…

Ja, die Verantwortung, sie ist eine schwere Last.
Ich hätte da ein Säcklein für Sie. Nämlich Ihre eigene Statistik oder besser die des Amtes.
Auf Seite 8 wird in einem schicken Kuchendiagramm gezeigt, woher die Menschen kommen (sollen).
Dort sind Syrien und "Arab. Republik" vermerkt. Jetzt können Sie mal nachsehen, welcher Religion die meisten Menschen dieser Region angehören.
Andere größere Vertreter dieses statistischen Gebäckes sind Afghanistan, Kosovo und Albanien. Auch hier genügt ein schneller Blick. Zusammen bilden diese Länder bereits 61% der "Flüchtlinge". Entspricht die Zusammensetzung der Gehetzten und Verfolgten dann der Bevölkerung in ihrer Heimat, so dürfte die Zahl der Nichtmuslime unter diesen bei deutlich unter 10% liegen, außer bei Syrien, da liegen sie knapp über 20%. Damit wären wir bei deutlich über 2/3 insgesamt - da aber "andere" mit fast 20% vertreten sind, der Irak mit 6% zu Buche schlägt...
ach, machen wir es kurz und fragen direkt Statistiker, wie es den bisher aussah:
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/452202/umfrage/asylbewerber-in-deutschland-nach-religionszugehoerigkeit/

2014 waren es also etwa 63% die den Islam als ihre Religion bezeichnen. Nun gut, das sind wirklich keine 66% - aber ich finde, man kann trotzdem von 2/3 sprechen.
Angesichts der leicht geänderten Herkunftssituation seitdem - die islamischen Herkunftsländer sind nun stärker repräsentiert, wird sich das wohl nicht verschlechert haben.

Wären Sie also verantwortungsvoll, würden Sie nicht nur nicht versuchen einen Blogger aufgrund einer in der von Ihnen angegeben Statistik gar nicht genannten Faktenlage (Religion wird im PDF der BAMF nicht aufgeführt) eine Gesinnung zu unterstellen, sondern eventuell auch mal die eigenen Angaben überprüfen und eventuell mal Themen wie Christenverfolgung und Frauenbehandlung unter Flüchtlingen in Augenschein nehmen. Da leiden Menschen nämlich wirklich und jetzt gerade - und nicht vielleicht in einiger Zukunft und womöglich wegen des hier Geschriebenen.
Schönen Gruß vom Konjunktiv.

Der Herr Alipius hat gesagt…

Ich habe den Text nun korrigiert (ich hatte mich einmal verrechnet, einmal verschrieben ("30 Jahre" statt "35 Jahre") und einmal mißverständlich formuliert ("Männer" statt "männliche"). Wenn Sie den Text nun noch einmal lesen, finden Sie dann, daß ich nun wenigstens ein Nachdenken über meine Frage (wenn schon keine Antwort) verdient habe, oder sollen weiter Strohmänner gesucht und gefunden werden, die vom Problem ablenken, obwohl jeder genau weiß, was ich gemeint habe?

Der Herr Alipius hat gesagt…

Als kleine Hilfe für mich: Stammen dieser Kommentar und der anonyme Kommentar darüber (10. November 2015 um 20:56) aus derselben Feder?

Anonym hat gesagt…

Menschen werden als Bedrohung angesehen, weil sie als Muslime verortet werden.
Es geht nicht darum, dass Menschen in Not sind, sondern dass sie potentiell gefährlich sind. Dabei wird dann beleidigt und abgewertet.

Ein gutes Beispiel dafür ist dies: „pöbelden Muselmanen“.
Immer wieder führen Aktikel des Betreibers zu solchen Ausfällen. In Deutschland ist der Begriff „Muselmane“ strafrechtlich relevant. Er ist eine Beleidigung. Dass es immer wieder dazu kommt, folgt den tendenziösen Darstellungen von Gefahr und Massen. Auch die Justiz in Österreich hat die Bestimmungen über „Verhetzungen“ verschärft.
Beleidigungen scheinen " in diesem Blog"" erträglich, geht es –gegen-- Muslime.

Bei den ganzen Zahlenspielen wird davon ausgegangen, jene die Flüchten sind wahrscheinlich diesem Glauben zuzuordnen und leben ihn „absolut“ aus.


Ich gehe eher davon aus, dies verhält sich ähnlich wie bei Katholiken.

„Papst Franziskus hat dies erfragt….Die bundesweite Zusammenfassung bestätigt noch einmal, wie tief der Graben zwischen der kirchlichen Lehre zu Sexualität, Ehe und Familie und den Auffassungen sowie der Lebenspraxis der Gläubigen ist.“

Dies betrifft sicher nicht nur katholische Christen, dass diese sich von „als eng empfundenen Vorgaben lösen und eher liberal leben “.

Zu positiven aus der Kirche, soeben dies:

"Wir appellieren an Sie, dringend von einer Rhetorik Abstand zu nehmen, die Geflüchtete in ein zwielichtiges Licht stellt", heißt es darin. Man müsse Hilfesuchende zuerst als Mitmenschen sehen. "Da werden Menschen kriminalisiert und primär als Bedrohung gesehen", ….

http://www.orden.de/dokumente/11_11_15_Offener_Brief_hoeherer_Ordensober_innen_an_MP_Seehofer.pdf

„Der Münchner Kardinal Reinhard Marx kritisierte wiederholt die immer restriktivere Politik. Zuletzt forderte er in einem Gottesdienst an Allerheiligen eine "Wende im Kopf": Man dürfe sich nicht nur dauernd fragen: "Was wird aus uns, wenn wir den Schwachen helfen?" Vielmehr gehe es darum, was mit den Notleidenden geschehe, wenn man ihnen nicht helfe… Eigentlich sollte der Brief schon früher veröffentlicht werden, aber das Interesse war groß, und mehr Unterschriften bedeuten mehr Aufmerksamkeit. Darum ist er jetzt am Martinstag erschienen: An diesem Tag wird an den Heiligen Martin erinnert, der als Soldat seinen Mantel mit einem Bettler geteilt haben soll.
http://www.sueddeutsche.de/bayern/protest-aus-der-kirche-klosteraufstand-gegen-seehofers-fluechtlingspolitik-1.2731830“



Andreas N hat gesagt…

Schon der erste Satz ist Orwell pur. Kritisiert wurden agressiv auftretende Muslime und die Tatsache das schon kleine Kinder von ihren muslimischen Mitschūlern als Schweinefleischfresser und schlimmeres beleidigt werden. Auch die antijūdischen Ausfälle durch Muslime (und Autonome)kamen zur Sprache. Hier einen Zusammenhang zu hilfsbedūrftigen zurechtzubasteln ist schlicht unredlich.

Der Herr Alipius hat gesagt…

Ich hätte im einleitenden Statement vielleicht schreiben sollen "...weil er 49 Prozent der Leute viel zu Autobahn sein muß" als "... weil er 49 Prozent der Leute viel zu Autobahn sein wird". Wo Ideologie zu solchen Scheren im Kopf führt, da muß man dann eben nach "Beweisen" wildern, daß "in diesem Blog" Beleidigungen erträglich scheinen. Wo kämen wir denn auch hin, wenn wir uns mal die Zeit und die Ehrlichkeit nehmen, das beschriebene Problem in den Fokus zu nehmen und die gestellte Frage zu beantworten, anstatt eine Strohmann-Parade aufzufahren.

Anonym hat gesagt…

Schüler beschimpfen sich,- das hat es früher nicht gegeben-? ;-)

Muslimische Kinder/Jugendliche beschimpfen Christliche als „Schweinefresser“. Weil sie Schweinefleisch essen? –Schweinerei-, dies, ist doch kein Grund für Kinder/Jugendliche zu pöbeln.
Muslime mussten sich jetzt 50 Jahre geduldig anhören, als Kameltreiber, Kanacken und Ziegenf* bezeichnet zu werden und schlimmeres. Jetzt nach 50 Jahren trauen die sich „Schweinefresser zu sagen“?
Sauerei! Und genauso wahr wie Christen Schweinefleisch essen ist bestimmt auch wahr, dass die anderen Kameltreiber sind? Den ganzen Tag werden ja Kamele getrieben, in Europa? 

Jetzt kommen christliche Menschen und mobben den Muslim und machen Juden zu Komplizen. Sprechen gern auch mal von jüdisch/christlichen tradiertem Abendland, bringen Juden als Argument ein.
Das kommt, im Kontext, davon, wenn man den 9. November vom Gedenktag zum Feiertag macht. Denken und Feiern unterscheidet sich manchmal elementar.

Bemerkenswert, dass beim Ausgangsbeitrag lange darüber nachdacht wurde,- wann -Mensch –was- schreibt.

Alipius, meintest Du mit Deinen Eingangsbildern die „Weihnachtsinsel“? Irgendwie auch Australien. Eine Nation die aus Straftätern besteht die verbannt wurden, schafft nun Haftlager auf Inseln. Nebenbei werden dort auch Menschen abgeschoben, die Straftaten im Stammgebiet verüben. Neben allen Bootmenschen, die sich nichts zuschulden haben kommen lassen. Auch Kinder sind dort. Ist heikel insgesamt, die Stimmungslage, ob der Versorgungslage. Aber kann ja noch werden. Historisch besteht da durchaus Hoffnung. Australien als Nation hat das schon mal geschafft.


Nebenbei bestreitest Du, dass der Begriff "Muselmane" als Beleidigung vor Gerichten gilt?

;-)

Ps.:
Kennt Mensch hier Hagen Rether? Ist im Grunde egal...war nur ein Gedanke zu dem o.g. "Mobbing" unter Schülern.


Anonym hat gesagt…

Herr Alpius,

was haben Ihnen diese Menschen (und nicht Massen) eigentlich getan? Kennen Sie sie persönlich? Haben Sie sich mal mit diesen persönlichen Geschichten auseinandergesetzt? Gar vielleicht mit einigen dieser `jungen, muslimischen, alleinstehenden Männer´ auf einen Kaffee unterhalten? nachgefragt?
Und wo sind überhaupt ihre Quellenangaben? Kommen Sie mir bloß nicht mit dem Verschwörungstheoretikerblättchen der Neopresse oder des `Katholisches´.
Sie nennen sich `Christ´? Normalerweise würde ich vielleicht schmunzeln, das Christentum ist mir nicht unbekannt. Und Fehler macht jeder mal...
Aber Ihr Blog macht mich eher traurig, denn Ihrem Gott scheinen Sie nicht nachzufolgen. Und auch besorgt, Ihre Ressentiments schüren unbegründeten Hass und Ängste von `besorgten Bürgern´, die , statt sich in seriösen Quellen zu informieren, einfach nur nachplappern und dann...
Mir machen eher solche `Ängste´ Angst.
im Kleinen fängt es an. In der "Notwehr" gegen eine angebliche Überfremdung Deutschlands.

Anonym hat gesagt…

Für den Urdüsseldorfer:

Die Toten Hosen - Europa

https://www.youtube.com/watch?v=MGxAUJ7P2vY


oder auch:

Willkommen in Deutschland

https://www.youtube.com/watch?v=mbfIlKvDOik


Grüße von den Toten Hosen...

Remus von Quirm hat gesagt…

Muslime mussten sich jetzt 50 Jahre geduldig anhören, als Kameltreiber, Kanacken und Ziegenf* bezeichnet zu werden und schlimmeres. Jetzt nach 50 Jahren trauen die sich „Schweinefresser zu sagen“?" - Genau! So funktioniert die Welt: Wenn der mich beleidigt, darf mein Enkel seinen Enkel bedrohen. Und als renommierter Juraprofessor Dr. Dr. Anonym wissen sie natürlich am besten, was in Deutschland "strafrechtlich relevant" ist. Quelle: ein erklärt papstfeindlicher "Komiker". - Mit Alipius' Frage hat das zwar alles nüschts zu schaffen, aber "Strohmannparade" ist da noch milde ausgedrückt.

Remus von Quirm hat gesagt…

Mann Gottes, was hat Ihnen der Alipius getan, dass Sie ihn hier krampfhaft zuspammen? Erträgt da der selbsterklärte Bessermensch nicht, dass ein anderer nicht stur gesinnungstreu denkt? Klonovsky hat schon recht, dass man auch im Verhalten in der Demokratie erkennt, wer zur Diktatur getaugt hätte.
Nein, im Ernst: Zu entscheiden, wer jetzt Gott nachfolgt und wer nicht, das ist Pharisäer pur. Und Gutmensch ist ja bei Lichte betrachtet nichts anderes als ein modernes Wort für Pharisäer. Haben Sie sich im Umkehrschluss mit jedem einzelnen von Ihnen abqualifizierten auf einen Kaffee getroffen?
Mir macht diese totale Diskursverweigerung, diese Komplettabsage an Diskussion und Vernunft Angst.

Der Herr Alipius hat gesagt…

Informiert habe ich mich beim Bundesamt für Migration ( <- so funktioniert übrigens das Beantworten einer Frage. Oder so ->). Ich habe in meinem Leben schon mit mehr Muslimen Tee oder Kaffe getrunken, als Sie Blogbeiträge ideologiedienlich mißverstanden haben.

Oh! Wow! Jetzt, wo ich mich an das Teetrinken mit Muslimen erinnert habe, existieren all die von mir angesprochenen Probleme plötzlich überhaupt nicht mehr! Hach, ist die Welt schön einfach!

Okay, mal wieder ernsthaft: Wenn sie nach Lesen meiner von Fakten ausgehenden Frage tatsächlich dazu in der Lage sind, sich ein von überheblichem Moralin triefendes Seemannsgarn zusammenzuspinnen, aus welchem mir der Strick der Nicht-Gottes-Nachfolge und des Ressentiments-Schüren gedreht werden soll, dann werden Sie hier nicht die Hilfe finden, die Sie benötigen.

Alles Gute.

Der Herr Alipius hat gesagt…

Ja, ich denke auch, daß wir hier fertig sind. Das Anschreiben gegen diese Art von Wänden im Kommentarbereich habe ich mir ziemlich abgewöhnt. Sie hatten jetzt dreimal die Chance, meine Frage zu beantworten. Danke, tschüß.

Andreas N hat gesagt…

Mehr fūr den Urdūsseldorfer:

Die Toten Hosen - Bis zum bitteren Ende

(...) und die Jahre ziehen ins Land und wir trinken noch immer ohne Verstand...

Viele Grūsse von den Toten Hosen

Andreas N hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Sharela Koch hat gesagt…

Hallo,

danke für diese provokanten Fragen in Ihrem Blogartikel!

Ich denke, es ist wichtig über die von Ihnen erwähnten Aspekte nachzudenken und ich teile Ihre Sorge (in gewissem Maße) - wie bestimmt auch viele andere Leser und Leserinnen hier.

Meiner Meinung nach müssen wir als Christen trotz dieser wichtigen und berechtigten Besorgnis aber auch die historische Chance ergreifen, so vielen Personen mit anderen Meinungen, Religionen und Hintergründen so zu begegnen, dass sie die Chance bekommen, mit dem Christentum bekannt zu werden. Es ist eine einmalige Gelegenheit für uns, nicht nur "auf dem Papier" Christ zu sein, sondern Fremde erleben zu lassen, was dahinter steckt.

Gruß
Sharela

Anonym hat gesagt…

Hallo, ich habe eine Frage an Alipius, die vielleicht nur indirekt mit dem Thema zusammenhängt, mich aber trotzdem sehr beschäftigt.
Ich bin vage katholisch aufgewachsen (i.e. man ging ab und zu mal in die Kirche), fand aber als Kind die Atmosphäre immer sehr schön, die Heiligen inspirierend und die Bibel superspannend. Nachdem ich nicht an Jesus glaubte und glaube, ließ ich mich dann nicht firmen und bin aus der Kirche ausgetreten, habe aber nach wie vor viel Respekt vor der Institution und ihren Leistungen und Werten. Jetzt habe ich eine kleine Tochter, der ich auch als Nichtkatholik die Möglichkeit geben möchte, die katholische Kirche kennenzulernen - nicht als Folklore oder "tote Kultur", sondern als lebendige Glaubensgemeinschaft. Wie mache ich das am Besten, so als Nichtmitglied? Was schiene Katholiken hier naheliegend und auch in Ordnung?
Ich bin dankbar für Ideen "vom Profi", wie ich meiner kleinen Tochter hier am Besten die Tür einen Spalt auftun kann und ihr eine Zugang ermöglichen kann.

Der Herr Alipius hat gesagt…

In diesem Falle sollten Sie Ihre Tochter zuerst an Jesus heranführen, sonst wird sie die Kirche nie als lebendige Glaubensgemeinschaft erleben können. Das wird für Sie vielleicht nicht einfach, da sie selbst nicht glauben, aber wenn sie da angstfrei sind, dann könnten sie einen gläubigen Freund fragen, dem Sie vertrauen. Wenn Ihre Tochter über Jesus schon etwas Bescheid weiß, dann wären ein paar Meßbesuche (vielleicht auch mit Bekannten) ein guter Einsteig sein. Wenn Ihre Tochter schon im Lese-Alter ist, dann empfehle ich Heiligen-Literatur, die auf Kinder zugeschnitten ist. Wenn es das bei Ihnen in der Nähe gibt, dann wäre im nächsten Jahr auch das Mitgehen bei einer Fronleichnamsprozession eine schöne Idee. Ansonsten sind Sie natürlich herzlich eingeladen, Sich mit weiteren Fragen an mich zu wenden. Liebe Grüße.

Anonym hat gesagt…

Vielen Dank für die Antwort und Tipps. Meine alte Kinderbibel hab ich schon entmottet, das Leben und die Gleichnisse Jesu kann ich sicher gut unters Volk bringen, beim Rest wird man sehen. An die Prozessionen hab ich gar nicht gedacht, danke für die Idee, ich bin da als Kind auch immer sehr gerne mitgegangen. Ich werde versuchen, sie im katholischen Gemeindekindergarten anzumelden (sie ist vom Lesealter, wie Sie sehen, noch weit entfernt), aber die nehmen Nichtkatholiken wohl nur ungern bis gar nicht. Haben Sie vielleicht noch einen Buchtipp für mich, was kindgerechte Lebensgeschichten von Heiligen betrifft? Sie haben ja das Ohr sozusagen am Puls der jüngeren Katholikengeneration. :-)

Anonym hat gesagt…

Lieber Anonymus,
beim Lesen Ihrer Frage mußte ich gleich spontan an die von Ihnen erwähnte Möglichkeit, die Kleine in einen katholischen Kindergarten zu geben, denken. In den meisten Gegenden in Deutschland gibt es gar nicht genug Katholiken, um einen ganzen Kindergarten damit zu füllen, es werden also auch die Kinder Ander- und Nichtgläubiger aufgenommen. Außerdem führt man vor der Anmeldung des Kindes doch in der Regel zum gegenseitigen Kennenlernen ein Gespräch mit der Kindergartenleitung. Bei dieser Gelegenheit kann man über seinen Wunsch nach religiöser Erziehung des Kindes sprechen. Die Kindergartenkollegen meines Sohnes sind nur etwa zur Hälfte christlich, weil es einfach nicht genug Katholiken gibt. Manche haben sogar eingefleischte Atheisten als Eltern. Voraussetzung für die Aufnahme des Kindes ist nur, daß man sich mit der religiösen Ausrichtung und Erziehung im Kindergarten einverstanden erklärt.

In manchen Gemeinden gibt es Kindergottesdienste (meiner Ansicht nach eher abschreckend und mein 2 1/2-Jähriger Sohn teilt diese Ansicht), aber dort kann man Eltern katholischer Kinder kennenlernen und sich mit ihnen für gemeinsamen Besuch von Veranstaltungen wie St.-Martins-Laternenumzug, Krippenspiel etc. verabreden. Für ein Kind ist es schön, wenn es Freunde hat, die Gott ebenfalls als Teil ihrer Wirklichkeit kennen.
Gehen Sie mit ihrem Kind auch in die Messe für Erwachsene. Vielleicht macht es ihm Spaß. Auch wenn Sie ihm nichts erklären können oder mögen, wird es verstehen, daß das Geschehen dort sich von dem unterscheidet, was außerhalb der Kirche geschieht. Unser Kleiner geht gerne in die Kirche, weil er gerne Orgelmusik hört, mit den alten Damen in der Bank hinter ihm schäkert, die anderen Kinder aus sicherer Entfernung angrinst und, seit ich ihm erklärt habe, daß Gottes Segen, stark macht, rennt er vor und kniet sich auf die Kommunionbank, um sich segnen zu lassen. Außerdem findet er die roten Gebetskerzen und die Blumen vor dem Marienaltar toll.
In manchen Gemeinden liegen in der Kirche religiöse Bilderbücher aus, damit die Kleinen in der Messe etwas zu tun haben. Vielleicht finden Sie dort Inspiration für gute Kinderbücher.

Aus der Serie "Der Kleine Himmelsbote" gibt es schöne Bücher über grundlegende christliche Themen für Kinder im Kindergartenalter.

...

Anonym hat gesagt…

...Und Kinder singen gerne und kennen ganz schnell die Texte auswendig und bewegen die Themen in ihren Herzen. Singen Sie mit Ihrer Kleinen Advents-, Weihnachts-, St.-Martins-, Osterlieder, "Lobe den Herren", "Geh aus mein Herz und suche Freud" und andere Lob- und Danklieder, die Sie, und sei es nur der Melodie wegen, gerne mögen.

Beten Sie regelmäßig mit Ihrem Kind, z.B. als Teil des Einschlafrituals. Unser Sohn darf sich jeden Abend ein Gebet aussuchen, was er anhand der Bilder tut. Wir nehmen die "Kindergebetfibel" herausgegeben von Dr. Walter Amstutz und Walter Herdeg, Verlag Bruckmann, München. Das Buch wirkt auf den ersten Blick nicht kindgerecht, aber unser Kleiner liebt es, genau wie mein Mann und ich es als Kinder geliebt haben. Auf Platz zwei von unseren ca. 11 Kindergebetbüchern kommt bei unserem Sohn das Pixi-Buch "Du bist bei mir. Gute-Nacht-Gebete".
Wir beten auch vor jeder Hauptmahlzeit mit unserem Zweieinhalbjährigen: Morgens ein Standard-Gebet, Mittags "Komm, Herr Jesus..." und Abends ein Kindergebet zum Mitmachen: "Jedes Tierchen hat zu fressen/jedes Blümchen trinkt von Dir./Hast auch uns heut' nicht vergessen,/lieber Gott, wir danken Dir." Da kann das Kind ab einem gewissen Alter ein Tier oder eine Pflanze aussuchen, die eingefügt wird.
Als Kind beten zu lernen, ist wichtig. Als Erwachsener noch zu lernen, vertrauensvoll mit einem unsichtbaren Wesen einer Kategorie, die keiner normalen Erfahrung entspricht, zu sprechen, ist schwierig. Als Kind hinterfragt man das noch nicht, so daß der lebendige Gott gut im Herzen Fuß fassen kann. Außerdem macht Beten und die Gewißheit, von gott geliebt zu werden, auch unabhängiger von der Meinung anderer Kinder und Leute und damit stark. Und wenn das Kind seinen Gott kennengelernt und gefunden hat, findet es früher oder später auch seine Kirche, die für seine Form der Andächtigkeit passende Form der Messe usw..
Hängen Sie ein Bild mit Engeln darauf im Kinderzimmer auf. Das gibt Anlaß, über religiöse Themen wie Schutzengel, Engel als Boten Gottes, etc. zu sprechen.
Unser Kleiner interessiert sich für die Schöpfungsgeschichte, die Arche Noah, die Tiere im Stall von Bethlehem, die Hirten auf dem Feld, die heiligen drei Könige und alles, was sonst anschaulich und schön ist. Die meisten anderen biblischen Geschichten sind entweder zu schwierig oder er findet sie unheimlich. Und von Wundern versteht ein Kind nichts, bevor es nicht versteht, wie etwas normalerweise ist.
Heiligengeschichten für Kindergartenkinder habe ich bislang nur über St. Nikolaus und über St. Martin gesehen. Da sind wir selbst noch auf der Suche.

Viel Erfolg und Gottes Segen!
Auch ein Anonymus