Donnerstag, 5. November 2015

Minus mal minus ergibt zwar plus, ...

... aber dämlich mal dämlich macht deswegen leider noch lange nicht schlau.

Die Rheinische Post berichtet:
    Rüdiger Sagel, der Vorsitzende der Linkspartei in NRW, hatte sich dafür ausgesprochen, die Sankt-Martin-Feier in "Sonne-Mond-und Sternefest" umzubenennen. Kindertagesstätten sollten muslimischen Kindern den christlichen Glauben nicht aufdrängen, erklärte Sagel.
Ansinnen: Dämlich

Begründung: Saudämlich

Ich muß immer so lachen, über PEGIDA-Mitläufer, die sich gegen eine Abschaffung des Abendlandes aussprechen und dabei auf die Muslime schielen. Mit solchen Politikern brauchen wir für diese befürchtete Abschaffung allerdings wirklich keine Muslime.

Ich muß übrigens auch lachen über Politiker, die sich immer fürchterlich aufgeklärt vorkommen und mit ihren spinnerten Ideen doch immer wieder nur beweisen, daß das Wort unseres Herrn Jesus Christus auch nach zweitausend Jahren immer noch die gefährlichste Sache der Welt ist.

Kommentare:

Jürgen Niebecker hat gesagt…

Zu dem Lichterfest, seiner Entstehung und der Problematik damit hat jüngst JoBo72 was gebloggt:
https://jobo72.wordpress.com/2015/10/30/alles-wissenswerte-zum-lichterfest/

Rabimmel, rabammel …

Jürgen Niebecker hat gesagt…

Nochwas:

Dir ist aber schon aufgefallen, daß der Artikel in der RP 2 Jahre alt ist - oder?

Scriptor flammae hat gesagt…

Das Thema bleibt wohl aktuell. Ich befürchte, das ist erst der Anfang...

Monika hat gesagt…

Da bist Du in der Falle: "geschlossenes Glaubenssystem", wenigstens insoweit es das logische Denken betrifft. Natürlich würde ein Christ das Christliche Glaubenssystem niemals als Falle bezeichnen können. Versuchen wir es also anders:
Wenn man NICHT an "unseren Herrn Jesus Christus" glaubt, könnte es ja sein, daß man die Sache nicht für gefährlich hält, und trotzdem nicht den Kindern vermitteln will.
In dem Fall von Sankt Martin halte ich persönlich das zwar auch für strunzdoof, die vermittelten Werte sind einfach super, jemand gibt freiwillig die Hälfte von dem Wichtigstem, was er hat, ohne daß man ihm seinen Wagen abbrennt und ohne daß man ihn mit Berufsverbot droht oder einen Nazi nennt.
Ja, aber das ist noch lange kein Grund anzunehmen, daß jemand, der das für eine berechtigte Forderung hält, das Christentum F Ü R C H T E T (für gefährlich hält).
Dieses den ideologischen Gegnern Motive zu unterstellen, ist ein Etwas, das die Diskussionen im Lande vergiftet.

Es ist eigentlich nicht nötig, Dir das zu sagen, Du hast Rhetorik gelernt und verinnerlicht, Dir ist wohl im Eifer des Gefechts nur ein kleiner Lapsus unterlaufen.

Der Herr Alipius hat gesagt…

Nee. Ich erinnere mich, daß es schon in vergangenen Jahren solche Ideen gab. Aber daß der Artikel älter ist, ist mir entgangen. Wahrscheinlich, weil ich erst kürzlich in der RP einen Artikel mit ähnlichem Inhalt las und das dann in einen Topf geworfen habe.

Der Herr Alipius hat gesagt…

Bei einer so lehrreichen und schönen Geschichte wie der des Heiligen Martin fällt es mir außerordentlich schwer, andere Begründungen für die Ablehnung der Vermittlung an Kinder zu finden als die der (von mir aus gerne auch latenten/nicht eingestandenen) Furcht vor dem Einfluß der christlichen Botschaft.

Sprich: Jedes andere von mit gewählte Motiv wäre aus meiner Sicht tatsächlich eine Unterstellung, weil weniger logisch, gewesen.

Jürgen Niebecker hat gesagt…

Die alte Leier schafft es auch dieses Jahr wieder in die Zeitung:
http://www.welt.de/vermischtes/article148542872/Die-Angst-vor-der-Diskriminierung-durch-Sankt-Martin.html

Monika hat gesagt…

Man muß einfach gar kein Motiv annehmen in einer Diskussion. Die Blume blüht, der Vogel fliegt, die Katze schnurrt - alles ohne Motiv. Dem anderen Menschen muß man auch keines unterstellen.

Der Herr Alipius hat gesagt…

Das hieße dann aber in der Ausweitung: Die Blume blüht, der Vogel fliegt, der Linken-Politiker stellt absurde Forderungen. Da ist mir die Fahndung nach einem Motiv aber lieber als diese Verallgemeinerung. Zumal ich es auch für wenig wahrscheinlich halte, daß jemand einen solchen Vorschlag macht und kein Motiv hat.

Anonym hat gesagt…

Barmherzigkeit und Fürsorge ist keine christliche Erfindung.

Überzeugte das Wort eines christlichen Schöpfers, dann brauchte es sicherlich nicht die herausragende Stellung in Kindergärten und Schulen.

Barmherzigkeit und Fürsorge mögen ohne Konfession vertreten werden, als menschliche Werte. Das wäre großartig. Und würde auch alle die eben nicht christlich sind in ein „Boot“ holen können. Dass müsste dann auch den Christen gefallen, denn es kommt auf das „ob“ an und nicht unter welcher „Fahne“.

Und Jesus ist keine Gefahr aber auch nicht Dominanzkultur auf der Welt. Ggf. in Europa, aber Kultur ist durchaus wandelbar. Somit hoffe ich, auch wenn es irgendwann mehr Atheisten gibt als Christen, werden Menschen trotzdem Fürsorglichkeit leben. Das wäre schön. So ganz ohne, wieso machst Du dies, was bewegt Dich für ein Glaube? Handlungen zählen, die besagen, dass Menschen es verdienen, dass andere Menschen hilfsbereit und barmherzig sind.

Konfessions übergreifend, einfach so...