Sonntag, 17. Januar 2016

Man kennt sich nicht mehr aus...

aut dem Protokoll einer NRW-Innenausschußsistzung war bereits im Oktober 2014 "eine gefährliche Gruppe nordafrikanischer Asylbewerber " aufgefallen, die "exzessiv Alkohol konsumiere, Bürger angreife und belästige, Geschäfte ausraube und Passanten anpöbele – unter anderem in den Orten Wickede, Hemer und Urbach".

Diese Informationen gelangten aber nicht an die Öffentlichkeit, wie die WELT berichtet:
    Die Innenexperten kamen damals überein, dass durch solche Vorfälle "Angst" vor Flüchtlingen geschürt werde und "die öffentliche Wahrnehmung kippen" könnte, so Staatssekretär Nebe. Auch Freidemokrat Joachim Stamp warnte 2014 die Kollegen, solche Vorfälle könnten "schnell dazu führen, dass von interessierter Seite entsprechend Stimmung gemacht wird". Man müsse "froh sein" über "die derzeitige vernünftige mediale Berichterstattung zu den steigenden Flüchtlingszahlen".
Man könnte fast meinen, diese Jungs seien PEGIDA-Maulwürfe. Wenn jetzt diese Nachricht an die Öffentlichkeit kommt, was soll denn dann die erste Reaktion beim stets sprunghaft feindseligen, Untergangstheorien schmiedenden Kontingent sein, wenn nicht: "Was haben die uns wohl noch alles verschwiegen, und wie finster sieht es aufgrund der Flüchtlingssituation wirklich aus?"

Wie in allen vergleichbaren Fällen auch, wäre es am besten gewesen, von Anfang an mit offenen Karten zu spielen und das Problem nicht auszusitzen, sondern frontal anzugehen. Jetzt heißt es wieder mal, einer durch Vertuschung ausgelösten Haßwelle entgegenzusteuern.

Ganz großes Kino, lieber Innenausschuß!

1 Kommentar:

Jürgen Niebecker hat gesagt…

Ganz dummes Kino, lieber Innenausschuß!
Hättet ihr mal aufpassen sollen, daß niemand was ausplaudert.