Samstag, 16. Januar 2016

Noch eine Anmerkung

ch habe mit PEGIDA und Ablegern nichts am Hut.

Zwar fand ich die pauschale Aburteilung aller Montagsspaziergänger in Dresden als Rechtsradikale und Nazis immer albern und viel zu dumpf. Aber ich finde ja auch die Aburteilung aller "südländisch" aussehenden Mitbürger als Islamisten und Vergewaltiger albern und viel zu dumpf. Somit durfte ich es mir dann von beiden Seiten anhören. Gut zu wissen, daß ich sowohl Rechtsradikalismus als auch Islamismus verharmlose.

Dann wende ich mich eben dem Linksextremismus zu:
    Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) verurteilte die „schwersten Ausschreitungen“ seit Jahren in Potsdam scharf. „Die gewaltbereite Antifa führt keinen Kampf gegen rechts, sondern gegen den Rechtsstaat.“ Die Gewalt sei „ausschließlich und in massiver Form“ von links ausgegangen. Die „Teilnehmer an solchen gewalttätigen Protesten verteidigen unsere Demokratie nicht. Sie leisten einen Beitrag dazu, sie zu zerstören.“ Ihr Ziel sei es, „mit dem Faustrecht der Straße“ die Versammlungsfreiheit auszuhebeln. Mit diesen Extremisten dürfe es im Kampf gegen den Rechtsextremismus keine Gemeinsamkeiten geben.
Ich finde, daß man trotzdem nicht alle Antifanten als gewaltgeile, wohlstandsverwahrloste, hysterische Arbeitsscheue bezeichnen sollte. Will ich auch gar nicht. Stattdessen schlage ich eine neue Methode vor, anhand derer sich die Gefährlichkeit einer PEGIDA- (oder ähnlichen) Veranstaltung erkennen läßt: Man schaut einfach, ob (und wenn ja, wie viele) linke und autonome und bunte Organisationen sich zu einer Gegenveranstaltung angekündigt haben, um zu wissen wie brutal und lebensgefährlich es zugehen wird.

1 Kommentar:

Jürgen Niebecker hat gesagt…

Behufs der Aburteilung der Leute von Pegida, AfD und Co als „Nazis“ finde ich den Artikel von Alexander Görlach in „The European“ recht gut und erhellend:
http://www.theeuropean.de/alexander-goerlach/10638-die-neuen-rechten