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Dienstag, 6. September 2016

Interview-Zeit!

igentlich wollte ich ja ein paar Worte zu dieser sich zumindest in puncto Titelwahl erstaunlich ehrlich gebenden Aktion loswerden. Aber im Lager der "Hätte Maria abgetrieben..."-Johler ist man mittlerweile so weit abgedriftet, daß jeder Annäherungsversuch an die... die... naja... unter Vorbehalt nenne ich es mal "Denke"... solcher Gestalten unweigerlich sofort den übelsten Mindfuck zur Folge hätte.

Da trifft es sich natürlich gut, daß mein Auslandskorrespondent Smarty McSuave mittlerweile so gut Deutsch spricht, daß ich ihn auch im Inland einsetzen kann. Ich schickte ihn also los, damit er mir irgendeine heiße Story zum diesjährigen Marsch für das Leben in Berlin ausgräbt. Und siehe da: Er hat doch tatsächlich eine Interviewpartnerin gefunden, nämlich eine junge Dame, die irgendwie dem Kreise jener zuzuordnen ist, die am 17. September in Berlin gegen den Marsch für das Leben demonstrieren, protestieren und agieren wollen. Sie hat sich bereiterklärt, schonungslos ehrlich auf Smarties Fragen zu antworten, wenn sie unerkannt bleiben darf (also wenn ihr Gesicht auf dem Photo unvermummt gezeigt wird) und wenn ihr richtiger Name nicht genannt wird. Darauf haben wir uns natürlich gerne eingelassen. Smarty! Leg' los!

McSuave: Ja, hallo allerseits aus dem totaliter-aliter-Studio in Berlin! Wir haben uns ja länger nicht gehört. Umso mehr freut es mich, daß Sie wieder eingeschaltet haben! Springen wir also gleich in die heutige Sendung! Bei mir sitzt Kerstin Sploinkentoink. Sie ist seit Jahren eine queerfeministische, antifaschistische Aktivistin und wird uns heute ein wenig über ihren Werdegang erzählen. Ich hoffe auf spannende und informative Minuten! Grüß Dich, Kerstin!

Sploinkentoink: Hmm...

McSuave: Kerstin, erzähl uns doch mal ein wenig, wie du so in die Szene reingekommen bist.

Sploinkentoink: Also, das fing eigentlich ganz harmlos an, damals in der Schule. Wir hatten ein Dritte-Welt-Projekt und ich habe im Text für einen Slogan irgendwo die Vorsilbe "ver" durch "fair" ersetzt...

McSuave: Aaaah! Die gute, alte Einstiegsdroge!

Sploinkentoink: Konnte ich ja damals nicht wissen...

McSuave: Natürlich nicht. Und wie ging's dann weiter?

Sploinkentoink: Naja... Ich kam mir natürlich erst einmal total kreativ und clever vor, weil ich so ein Wortspiel hingelegt hatte. Das ist irgendwie ein echt geiles Gefühl, vor allem, wenn plötzlich andere darauf aufmerksam werden und dich bestätigen. Wenn das dann noch Leute sind, die schon länger linkskreativ texten und dich mit weiterem Material und mit Tips versorgen können, dann gerätst du ganz schnell in so 'ne Szene rein, wo total viel Bestätigung abgeht und gleichzeitig das Gefühl vermittelt wird, die Welt echt voll besser machen zu können.

McSuave: Das ist sicherlich erst einmal befriedigend...

Sploinkentoink: Voll! Daher habe ich auch weiter Zeug konsumiert. Ich habe ein wenig mit Formulierungen wie "patriarchalisch-bürgerliche Herrschaftsverhältnisse" oder "queerfeministische Selbstbestimmung" oder auch "mittelalterliche, menschenverachtende Fundamentalisten" herumgespielt.

McSuave: Krass...

Sploinkentoink: Das ist noch gar nichts! Ich bin bald auf Flyer umgestiegen, habe die Dinger Tag und Nacht gelesen und sogar gesammelt. Schließlich habe ich angefangen, mit Kumpels in einer kleinen Druckerei in Friedrichshain das Zeug selbst zu produzieren!

McSuave: Boah!

Sploinkentoink: Es kamen dann auch bald Plakate dazu, und irgendwann gab es dann kein zurück mehr. Mein Freund hatte schließlich Kontakt zu Leuten hergestellt, die uns mitnehmen konnten zu einer Demo, auf der wir Sache rufen konnten wie "Hätte Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben!" oder "Könnten Männer schwanger werden, wäre Abtreibung längst ein Grundrecht!" und auf der man sich in totaler Todesverachtung supermutig langsam und schweigend dahergehenden Menschen von oft mittlerem bis gehobenem Alter in den Weg stellen bzw setzen kann.

McSuave: Hardcore!

Sploinkentoink: Man merkt halt einfach gar nicht, wie schnell man da tief reinrutscht. Man hängt mit Leuten ab, die genauso drauf sind, wie man selbst und kriegt keine widersprüchlichen Impulse von außen, die irgendwie als gültig oder überdenkenswert anerkannt werden. Man hat ein ganz klares Feindbild und muß sich natürlich auch verkrampft daran festhalten, damit die eigene Sache weiterlebt und man weiter diese geile Bestätigung kriegt, zu den Guten zu gehören. Dafür blockiert man dann gerne auch mal eine genehmigte Demo, bombardiert schweigend gehende Leute mit übelsten Beschimpfungen, reißt Leuten Holzkreuze aus der Hand und zertritt sie oder ruft dazu auf, Ballons mit verdorbener Milch zu werfen. Überhaupt ist es so, daß das Recht der Gegenseite auf Toleranz exakt da endet, wo die eigenen Gefühle einsetzen. Irgendwann ist man dann soweit, daß man nur noch eines ganz genau weiß: Die Welt wird untergehen, wenn ich mich nicht während jeder Sekunde mit aller Macht gegen diesen undurchdringlichen und undurchschaubaren Sumpf aus braun-christlicher Hetze, gnadenloser Frauenunterdrückung und enthemmter Gehirnwäsche stelle!

McSuave: Das macht bestimmt entspannt, dialogbereit und vernünftig...

Sploinkentoink: Nicht wirklich. Das macht eher... Hey, Moment mal! War das etwa ironisch gemeint, Macker?

McSuave: Aber nicht doch... Kerstin! Bleib doch fairnünftig [** kicher **]!

Sploinkentoink: Okay... Jetzt reicht's! DAS... IST... NICHT... LUSTIG!!! Ich fühle mich so ausgenutzt! Kapierst du Chauvisau denn nicht, daß ich in der ganzen Geschichte das Opfer bin? Ich kann nicht glauben, daß Du mich in meiner Verletztheit hier sitzen läßt und mich runtermachst! Ich...

McSuave: Sehr geehrte Damen und Herren! Ich bedanke mich für ihr Interesse! Wir schalten zurück nach Klosterneuburg...

Sploinkentoink: "Damen und Herren"... Mal wieder typisch! Und was ist mit all denen, die sich weder als Mann oder Frau identifiz [** mikro-abdreh **]

Dienstag, 9. Februar 2016

Dieser kostbare Augenblick...

enn man in einem Zeitungsartikel zwischen einem Satz und einer Bildunterschrift Geburtstag feiert...

[Quelle]

Montag, 25. Mai 2015

Ihr wollt also eine Punk-Band gründen, ...

... aber Ihr habt keine Idee, wie Ihr sie nennen sollt?

Laßt Eure Häupter nicht länger in Scham und Schande hängen!

Denn hier ist der offizielle Punk-Band-Namen-für-Euch-Herausfinder!

Wie funktioniert er? Ihr nehmt Euer SCRABBLE-Spiel und tut die Buchstaben von A bis Z in den Buchstabensack. Dann zieht Ihr einen Buchstaben. Das diesem Buchstaben entsprechende Wort der zweiten Spalte ist das Adjektiv für Euren Bandnamen. Ihr werft den Buchstaben zurück in den Sack und zieht ein zweites und (nach erneutem Buchstaben-Zurückwerfen) drittes Mal um aus den Spalten vier und sechs den Rest des Namens zusammenzusetzen.

Wer kein Scrabble-Spiel hat, kann die Buchstaben natürlich auch auf Zettelchen schreiben oder es ganz cool mit dem Random Letter Sequence Generator machen. Dort gebt Ihr in der ersten Box "1" ein und in der zweiten Box "3".

Viel Spaß!

A Kranke(r/s) A System- A Verwüstung
B Negative(r/s) B Gummi- B Tankstelle
C Schmutzige(r/s) C Bier- C Loch
D Brennende(r/s) D Abwehr- D Bart
E Ätzende(r/s) E Bonzen- E Projekt
F Unmenschliche(r/s) F Kapital- F Armee
G Kannibalistische(r/s) G Raketen- G Abschaum
H Extreme(r/s) H Blech- H Entmachtung
I Frustrierte(r/s) I Tier- I Frage
J Zornige(r/s) J Durst- J Bedrohung
K Verdächtige(r/s) K Eier- K Mob
L Brutale(r/s) L Monster- L Operation
M Durchschnittliche(r/s) M Kontroll- M Hunde
N Feuchte(r/s) N Gift- N Babies
O Nebensächliche(r/s) O Haß- O Kontingent
P Hackedichte(r/s) P Todes- P Blähung
Q Schwarze(r/s) Q Fritten- Q Unfall
R Asoziale(r/s) R Kriegs- R Tussis
S Ohrenbetäubende(r/s) S Rache- S Anarchisten
T Verdächtige(r/s) T Anti- T Generation
U Blutige(r/s) U Zukunfts- U Müll
V Üble(r/s) V Damen- V Feedback
W Schizophrene(r/s) W Lärm- W Rebellen
X Kreischende(r/s) X Panik- X Ruine
Y Offizielle(r/s) Y Polizei- Y Vision
Z Verregnete(r/s) Z Sucht- Z Käfig

Ich habe jetzt zehn Versuche gemacht, und meine Favoriten sind: "Verdächtiger Durst-Unfall", "Kreischende Bonzen-Armee" und "Durchschnittliche Abwehr-Blähung".

Donnerstag, 7. Mai 2015

Ich versuche jetzt mal,...

... möglichst originalgetreu jene spontanen Gedanken zusammenzufassen, die mir durch den Kopf schossen, als ich das Logo für das Jahr der Barmherzigkeit zum ersten Mal sah.

Hier ist das Logo:


Hier sind meine Gedanken:

  • "Super! Als Kind fand ich US-amerikanisches Profi-Wrestling auch total unterhaltsam!"

  • "Frechheit! Während des Theologie-Studiums hat mir kein einziger Professor etwas über diesen Ski fahrenden Heiligen mit zwei Köpfen und drei Augen erzählt!"

  • "Der letzte Schrei für jeden Priester: Ein Mensch als Stola!"

  • "Aber den irgendwie sehr gebogenen Menschen finde ich wirklich gut. Das sieht sehr Schaf-mäßig aus und verstärkt somit den Eindruck des Guten Hirten."

Also: Dreimal gekichert, einmal zugestimmt! Hätte schlimmer kommen können...

Montag, 20. April 2015

Rätselhilfe...

Weil die Zeit langsam knapp wird, habe ich für die Lösung von dem Thomas sein Rätsel mal eine kleine Tabelle gebastelt, mit der man sich Lösungsmöglichkeiten zusammenschustern kann:

Anrede Grizzly In der Nähe von Personal- pronomen Bezirk
O Bär Bei Ich Kreis
Du Land
Du An Er Kanton
Sie Provinz
Herr Am Es Revier
Wir Gebiet
Sie Neben Ihr Sprengel
Sie Distrikt

Meine Favoriten soweit: Obäramdudistrikt und Herrbärbeimwirkanton.

Ich befürchte nur, daß die gesuchte Lösung weiter entfernt liegt als je...

Dienstag, 14. April 2015

Schnelles Geld mit noch schnelleren Büchern

Für viel Hurrah sorgen im Moment die Kindle Cover Disasters.

Da dachte ich mir natürlich gleich, daß es doch eigentlich nicht so superschwer sein kann, einen wilden Titel zu finden, dazu ein haarsträubendes Buch-Cover zu gestalten und dann einfach munter draufloszuschreiben.

Jetzt habe ich aber gleich acht Ideen auf einmal gehabt und kann mich einfach nicht entscheiden...

Vielleicht helfen mir ja die Leser und sagen mir, welches Buch ich dringend schreiben muß (unter einem Pseudonym, versteht sich...) und welche Cover noch nicht schlecht genug sind...








Mittwoch, 5. November 2014

Wenn das so ist...

uf facebook erfuhr ich, daß man heutzutage Online-Profile auch mit grellrot ins Auge springenden Sonderwünschen versehen kann:


Das ist dann natürlich die Gelegenheit, künftigen Mißverständnissen vorzubeugen:

Samstag, 18. Oktober 2014

Zur Entspannung...

räuchte man hin und wieder vielleicht ein paar katholische Filme, welche bestimmte Themen mehr oder weniger ernst verarbeiten...