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Montag, 17. August 2015

Lügenpresse...

Natürlich gibt es sie in der Praxis. Aber gibt es sie auch in der Theorie [** händering **]?

Ein schwuler Mitarbeiter von Rhein Main Extra Tipp zieht auf Bitte der Redaktion los, damit er sich bei Verbänden meldet, die angeben, Homosexualität heilen zu können. Dort bittet er um Hilfe. Diese wird ihm versprochen. Und zwar vom
    "... Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG), einem Ableger der sogenannten Offensive junger Christen aus Reichelsheim"
Ein Volltreffer, denn der Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland, Markus Ulrich sagt:
    "Dass Homosexualität ein Defizit ist, wird hauptsächlich von religiösen Fundamentalisten propagiert"
Paßt also alles.

Oder auch nicht.

Denn wer den Artikel auf facebook teilt, der findet ihn dort wieder mit der Überschrift der URL. Und diese lautet:
    "Kirche will Homosexuelle mit Therapien heilen - auch im Rhein-Main-Gebiet"
Also erst einmal: Ein junger Mann zieht los und sucht einen Auftragskiller, der eine ihm unangenehme Person aus dem Weg räumt. Er findet einen solchen Killer. Und dann vermeldet er entsetzt: "Es gibt Leute, die sind bereit, jemanden für Geld zu töten (man muß sie allerdings schon vorher selbst darum bitten...)!"

Und dann: Im gesamten Artikel kommt das Wort "Kirche" nicht ein einziges Mal vor. Nicht einmal in der Überschrift des Artikels.

Wo beginnt jetzt eigentlich "Lügenpresse" und wo endet "Hach... Bei so komplexen Sachverhalten kann einem schon mal ein Detail durch's Netz gehen"?

Liebe Buchstabenakrobaten vom Rhein Main Extra Tipp: Ihr erweckt in mir die Sehnsucht nach der "Bäckerblume" oder nach "Medi und Zini"...

Freitag, 14. August 2015

Was denn nun?

Entweder:

1.) IS-Terroristen bereits überall in Europa (lt. Aussage eines Ex-Gefangenen und eines Syrers, der in Deutschland politisches Asyl erhalten hat)?

Oder:

2.) IS-Terroristen kommen nicht als Flüchtlinge ins Land (lt. Innenministerium auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag)?

Mittwoch, 22. Juli 2015

Uni-Schelte

Früher:
    "Unter den Talaren der Muff von tausend Jahren!"
Heute:
    "Unter den Gewändern der Muff von tausend Gendern!"

Sonntag, 12. Juli 2015

Manchmal...

... muß man dann eben doch auch aus dem Urlaub einen kleinen Zwischenruf tätigen.

Christopher Lauer, Ex-Pirat und seit April 2015 "Leiter Strategische Innovationen" beim Axel-Springer-Konzern, meinte einst zur Ausstrahlung (bzw zum angestrebten Ausstrahlungsverbot) des Mohammed-Films, der vor drei Jahren für Furore sorgte:
    "Meinungsfreiheit ist ja ein hohes Gut, aber wenn ich meine Meinungsfreiheit irgendwie dazu nutze, Glaubensbekenntnisse zu beleidigen oder mich über andere Leute lustig zu machen, muss man dann auch mal die Frage stellen, ja, ob das alles noch von der Meinungsfreiheit gedeckt wird ...
Derselbe Christopher Lauer meint heute auf twitter:
    Im ZDF kommt ne christliche Messe. Wie in sonem Gottesstaat.
Okay...

Schau mal, Lieber Herr Lauer...

Ich versteh das ja...

Natürlich will jeder "Leiter Strategische Innovation", der sein Geld wert ist, im geeigneten Augenblick den Nachweis erbringen, daß er Titanklöten von nahezu unvorstellbarer Größe besitzt. Dann geht er eben hin, setzt auf twitter ein mutiges antichristliches Statement ab und stellt sich dann tapfer dem Jubel, den Likes und den Shares unzähliger Gleichgesinnter.

Und wenn einige Leute auf twitter nur so mittelbegeistert sind von einer intellektuellen Glanzleistung a la "Wie in sonem Gottesstaat", dann wird der letzte Rest von Mannhaftigkeit zusammengekratzt und mit quasi-inquisitionsverstümmelten Fingern so grade eben noch der Entsetzenshaucher in die Welt geschickt:
    "Bin überrascht, wie viele christliche Fundamentalisten auf Twitter unterwegs sind."
Wieso "überrascht"?

Weiß doch jeder, daß die Christen bei Beleidigung ihrer Religion sofort losziehen und für Mord und Totschlag sorgen. Weswegen man ja auch zurecht versuchte, die Ausstrahlung dieses Filmes zu verhindern.

Oder wie war das gleich...?

Sonntag, 21. Juni 2015

Das ist jetzt irgendwie unpraktisch...

Da geben sich die üblichen Verdächtigen in Rundfunk und Fernsehen größte Mühe, mich lästigen Dunkelkatholiken mit meinesgleichen in die ultrakonservative, erzreaktionäre, rechtsrechte Ecke zu kommentieren, und sobald ich es mir dort gemütlich gemacht habe, heißt es in Stuttgart von Seiten der Gegendemonstranten zur "Demo für alle" plötzlich: "Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda".

Ja, aber...

Meine schönen Weltherrschaftspläne!

Meine grandiosen Ausrottungsphantasien!

Meine stundenlang vor dem Spiegel eingeprobten, theatralischen Gesten zur Untermalung meiner (Ver-)Führer-Reden!

Bitte, bitte, bitte, liebes "linkes Spektrum": Laß mir doch das Recht, der Nazi zu sein, für den Du mich ohnehin hältst!

Überleg doch mal, wie auch Du davon profitieren kannst! Es winkt ein auf lange Zeit gesichertes, erhöhtes Fingerzeig-Potential mit ganz viel "Ich armes Opfer"-Drama und einer großen Beilagenportion von moralischem Hochsitz und total betroffenem Dackelblick!

Ich verspreche im Gegenzug auch, mich nur indirekt lustig zu machen über Leute, die tatsächlich glauben, mit der "Nazi!"-Keule heute noch einen gläubigen und standhaften Katholiken beeindrucken zu können [** zwinker **].

Mittwoch, 10. Juni 2015

Die Einen...

... erinnert ein traditionsbewußtes - wenn auch halb-inszeniertes - Auftreten in Trachten an "Disneyland" und "Asterix".

Die Anderen erinnern solch verhärmte - wenn auch stets irgendwie auswendig gelernt wirkende - Aussagen an Trockenpflaumen, die das Sprechen erlernt haben.

Freitag, 5. Juni 2015

Sie glauben nicht an Zombies,...

... die Theologen, die sich auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart gegen einen biblischen Fundamentalismus ausgesprochen haben.

Unter die drei streng müffelnden Fundamentalismus-Kennzeichen...
  1. Heilige Texte brauchen keine Interpretation, sie müssen nur umgesetzt werden.
  2. Anderes Denken und Glauben darf es nicht geben.
  3. Der Dialog wird verweigert.
... fällt dann auch der Glaube an die Wunder Jesu:
    So sei Jesus Christus nicht über das Wasser gegangen, habe keine Blinden geheilt und keine Toten lebendig gemacht. Diese Erzählungen seien „als metaphorische Geschichten konzipiert“. Man könne sich jedoch darauf verlassen, dass Jesus gelebt habe. Indes bedeute „Auferstehung“ nicht die Wiederbelebung eines Toten. Dinkel: „Wir glauben nicht an Zombies.“
Das ist echt witzig! Sie glauben nicht an Zombies, aber sie sind selbst untote Wiedergänger, die alle paar Jahre durch die Medien stromern und mit ihrem abgestandenen historisch-kritischen Overkill nach den Hirnen der Lebenden lechzen wie die Zombies ("Brains... Brains... BRAIIIIINS!") im Film.

Mittwoch, 3. Juni 2015

Er will auch Dich!

Oh, wie der Herr der Welt sich die Finger leckt nach der nächsten stupenden Idee seiner Subjekte, die nicht lassen können von allem, was den Menschen reduziert auf die gewünschte Definition "Ein federloser Zweifüßler mit opponierbaren Daumen, den man spätestens bis zur Vollendung seines 18 Lebensjahres darauf vorbereitet, daß er bis zum Rentenalter gefälligst zu produzieren und zu konsumieren hat, und der danach bitte nützlich oder gar nicht ist".


Oh, wie der Herr der Welt jauchzt, wenn er sieht, daß all das überflüssige Lametta wie die Ehrfurcht vor dem Leben, die Geborgenheit der Familie, die Sorge für den Schwachen und die Aufrichtigkeit in Wort und Tat über Bord geworfen werden, um Raum zu schaffen für noch mehr von den maschinengestanzten Förmchen, die seine Subjekte "Individualität" nennen, und in die sie sich so gerne hineingießen wollen.

Oh, wie der Herr der Welt sich zufrieden grunzend zurücklehnt, wenn er erfährt, daß mehr Knie sich beugen vor Moloch und Mammon als vor dem geringsten Bruder.

Laß ab von Kunst und Spiel! Laß ab von Liebe und Traum! Versuch nicht, mit dem Geiste zu übersteigen das Jammertal, an dessen Boden Deine Füße sich doch schon so sehr gewöhnt haben! Ringe nicht, hoffe nicht, schaue nicht empor!

Am wichtigsten aber ist dies: Mache Christus zu einem Accessoire und sein Wort zu einem Songtext! Mache seine Gebote zu einer Modeerscheinung und seine Liebe zu einem lästigen Nebengeräusch!

Und mache es bald! Der Herr der Welt wartet nicht gerne. Doch bei aller Ungeduld läßt er immer mit sich handeln: Überlasse ihm Deine Seele, und er wird es Dir lohnen, indem er Claqueure sendet, deren Jubel Dich glauben läßt, Du könntet am Horizont tatsächlich noch den Weg, die Wahrheit, das Leben erkennen.

Dienstag, 26. Mai 2015

Vergleiche...

Bischof Oster schreibt:
  • Gleichgeschlechtliche Partnerschaft = Ort, an dem Werte des Zusammenlebens gefunden werden können

  • Gaunerbande = Ort, an dem Werte des Zusammenlebens gefunden werden können

Aber jeder Mensch weiß:
  • Gleichgeschlechtliche Partnerschaft ≠ Gaunerbande

Man verstehe:
  • Wenn darauf hingewiesen wird, daß zwei Dinge eine Eigenschaft gemeinsam haben, so bedeutet dies nicht, daß damit ausgedrückt werden soll, diese beiden Dinge seien sich in jeglicher Hinsicht gleich.

Das Problem:
  • Die Empörungsindustrie baut schon seit längerer Zeit auf Menschen, die genau dies nicht wissen oder zumindest nicht als mildernden Faktor in ihre Schnappatmung mit einfließen lassen wollen.

Montag, 25. Mai 2015

Einerseits / andererseits

Das Internet ist zu schön, um globaler Stammtisch zu werden.

Das Internet ist zu groß, als daß es nicht globaler Stammtisch sein könnte.

Pink Brother is nicht nur watching you, ...

... sondern läßt durch seine Stellvertreter auch gleich noch die passenden Heilmittel bei Abweichung vom Massen-Think empfehlen.

Die krone.at berichtet:
    Es sei nicht "gleichwertig natürlich", wenn Männer miteinander schlafen wollten, hatte der nunmehrige Eurovision-Sieger demnach erklärt.

    Der weltweit bestbesuchte Eurovisions-Blog WiwiBloggs hatte im März 2014 unter Berufung auf die schwedische Zeitung "Aftonbladet" zudem berichtet, dass Zelmerlöw Homosexualität an sich als Abnormalität bezeichnet habe - bevor er schnell hinzugefügt habe, dass "absolut nichts daran falsch" sei, aber es sei nun mal "der natürlichere Weg, wenn Männer und Frauen zusammen Kinder machen".

    Der vermutlich unüberlegte Sager in der TV-Show brachte damals natürlich rasch Kritik: Der schwedische Liedermacher Alexander Bard nannte "diese Homophobie inakzeptabel. Die einzige akzeptable Entschuldigung wäre, wenn er sich in Therapie begeben würde, um seine Homophobie loszuwerden. Ein schwedischer Künstler darf im Jahr 2014 mit so etwas nicht davonkommen."
Alles in allem sehe ich mich einem Szenario gegenüber, welches in mir den Enthusiasmus, mich angesichts der Hype-Gewichtung in unserer Gesellschaft (vulgo: Erste-Welt-Probleme...) freiwillig in Therapie zu begeben, nicht eben schmälert.

Montag, 27. April 2015

Das Heilige Rosa

"Gaudete in Domino semper" und "Laetare, Ierusalem": So erklingt es am 3. Sonntag im Advent und am 4. Sonntag der Fastenzeit in den Kirchen, wenn die Priester das für diese Zeiten vorgeschriebene Violett der liturgischen Gewänder wegen des freudigen Charakters der beiden Tage durch Rosa (also ein helleres Violett) ersetzen.

Grund für die Freude ist die Erwartung: Im Advent fiebert man der Menschwerdung Gottes entgegen, der Geburt dessen, der das Universum erschaffen hat, in menschlichem Fleische. In der Fastenzeit freut man sich auf den Einzug des Königs in Jerusalem.

Wenn wir nun in einer Zeit leben, in der die Christen in den Ländern mit echten Erste-Welt-Problemen feststellen, daß das antipatriarchalische Violett der Feministen langsam aber sicher ersetzt wird durch das brutal-zarte Rosa der Gleichgeschlechts-Aktivisten, dann wächst auch hier die Erwartungshaltung bei jenen, die bereit sind, sich nicht nur im HErrn zu freuen, sondern auch in seinen Spuren zu gehen, und sei es bis zum Kreuz.

Zumindest in den USofA nämlich setzt der Staat eindeutige Signale, was ihm künftig wirklich heilig sein soll. All die "Gleichgeschlechtliche Ehen werden doch niemals irgendwelche negativen Auswirkungen auf irgendwen haben"-Beteuerungen, die ich schon vor Jahren für laute Luft hielt, kommen mir nun nur noch verlogener vor.

Daß eine winzige Gruppe von der ganzen Welt verlangt, sie möge ihr doch bitte exakt die gleiche Bewunderung entgegenbringen, die sie für sich selbst hegt, das halte ich nicht einmal für seltsam. Daß aber diese Selbstbewunderung den Leuten nicht die Kraft gibt, sich ohne Beihilfe von Mama Staat mit bestimmten Realitäten abzufinden, das läßt mich einigermaßen verwundert zurück bzw. läßt mich vermuten, daß die Bewunderung vielleicht doch nur das Pfeifen im dunklen Keller sein könnte.

Hinzu kommt ein weiteres Rätsel: Jahrelang haben sich Schwule und Lesben zurecht gegen dämliche Sprüche, Erniedrigung, Gewalt und Ausgrenzung gewehrt. Das bedeutet doch, daß sie am eigenen Leibe (oder an der eigenen Seele) erfahren haben, wie schlimm diese Dinge sind. Wie kann es dann sein, daß sie sich nun anschicken, alles in gleicher Münze zurückzuzahlen und dies teilweise auch noch mit Hilfe des Gesetzes?

Sollen ruinierte Familienbetriebe, beschädigte Autos, Aufrufe zu Mord und Gewalt, heugabelschingende Internet-Mobs und eingekerkerte Pastoren wirklich das Fundament sein, auf dem das Heilige Rosa dieser Leute blüht und gedeiht?

Du weißt, daß Du in interessanten Zeiten lebst,...

... wenn der Stolz auf die eigene Schuld nur noch übertroffen wird von dem Verlangen, über andere urteilen zu können.

Samstag, 25. April 2015

Kreuze...

Während an den Blutstränden der IS Christen vor ihren Henkern knien mit nichts auf den Lippen als dem Bekenntnis "Jesus ist Herr", murmelt man in Europa weiterhin verschämt: "Ich hoffe, daß an diesem Kreuz niemand Anstoß nimmt".

Mittwoch, 15. April 2015

Andere Länder, andere Sitten...

1.) Leugne einen Völkermord, und du wirst bestraft.

2.) Nenne einen Völkermord "Völkermord", und du wirst bestraft.

"Das wird man ja wohl noch verschweigen oder leugnen dürfen!", lautet die mannhafte Devise derjenigen, die sich ihrer Schande nur stellen können, in dem sie die beleidigte Leberwurst, wenn nicht gar das Opfer spielen.