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Montag, 18. April 2016

Leben und oder aber Tod

lauben wir an einen Gott, der in das Leben nach dem Tod rettet?

Oder arbeiten wir an einem Gott, der das Leben vor dem Tod angenehm macht?

Sonntag, 7. Februar 2016

Schleier/Orgie

in Fragengespenst, das immer wieder mal schemenhaft durch meine Gedanken zog, das ich aber nie so richtig zu packen bekam, wird in der Frankfurter Allgemeinen vom algerischen Schriftsteller Kamel Daoud mit Blick auf Sylvesterköln einer interessanten Antwort gewürdigt:
    Die unerträgliche Spannung zwischen der Verschleierung im Diesseits und der versprochenen Orgie im Jenseits löse sich entweder durch Aggression und Explosion oder durch Verleugnung und Verschleierung. „In den ,Ländern Allahs‘ ist der Sex ein Versprechen durch den Tod, nicht durch die Liebe, und die Sexualität ist ein Verbrechen, es sei denn, sie ist durch die Religion kodifiziert und als irdisches Verlangen folglich getötet.“
Überspitzt? Womöglich. Total am Punkt vorbei? Mitnichten.

Es kann nicht einfach sein, die Spannung zu leben zwischen einer irdischen Existenz, in der so ziemlich alles reguliert ist und einer Jenseits-Phantasie, in der so ziemlich alles erlaubt ist.

Hinzufügen möchte ich noch einen winzigen eigenen Gedanken: Angenommen, man hat aufgrund einer bestimmten Lehre/Auslegung einen nicht geringen Teil von Gottes Schöpfung als irgendwie minderwertig, "bah!" und zu verschleiern zu betrachten, wie mag man sich dann wohl fühlen, wenn exakt dieser nicht geringe Teil von Gottes Schöpfung dann im Jenseits plötzlich dafür verantwortlich sein soll, daß man sich hemmungslos gehen läßt? Wird da nicht die Frau letztlich zur Herrin über den Mann - oder zumindest über seinen Willen - erklärt? Und wenn ja: Welche Auswirkungen hat dies wiederum auf das Verhältnis zwischen Mann und Frau zu Lebzeiten?

Montag, 9. November 2015

Ich muß jetzt doch mal fragen...

Ein nüchterner bis unterwältigter Beitrag zur Flüchtlingssituation schwelte schon länger, aber in der total aufgeheizten Situation wollte ich ihn nicht schreiben, weil er 49 Prozent der Leute viel zu Autobahn und weiteren 49 Prozent nicht Autobahn genug sein wird. Und die vernünftigen 2 Prozent wollte ich in diesen Trog nicht einfach mit reinreißen.

Jetzt schreibe ich dann eben keinen Beitrag sondern stelle einfach mal eine Frage (am Ende).

Radio Vatikan berichtet dies aus Frankreich:
    Ministerin Najat Vallaud-Belkacem will nicht nur den Deutsch- und den altsprachlichen Unterricht stark einschränken: Der Lehrplan sieht auch vor, dass die Geschichte des Christentums und der Aufklärung nicht mehr verpflichtend gelehrt werden. Stattdessen wird die Geschichte des Islams im Geschichtsunterricht zur Pflichteinheit erhoben.
(siehe auch: "Wir müssen jetzt aber mal dringend Staat und Kirche trennen, weil die Kirche so arg doll gegen die Aufklärung ist").

Die Hälfte der Flüchtlinge, die in diesen Tagen, Wochen und Monaten nach Europa gekommen sind, kommen und kommen werden, sind muslimisch, männlich und jünger als 35 Jahre.

Eben habe ich Filmmaterial aus Australien gesehen. Muslimische Männer unter 30 Jahren marschieren mit aggressiver Haltung, finsteren Mienen, IS-Fahnen und den diversen, obligatorischen "Unser Gott ist viel besser als Eurer"-Transparenten auf und liefern sich eine blutige Auseinandersetzung mit der Polizei.

Die muslimischen Männer unter 30 Jahren, die nach Europa kommen, werden sicherlich nicht alle das Leben vorfinden, welches sie gesucht haben (Flüchtlingsblocker Saudi-Arabien bot ja schon großzügig an, in Deutschland 200 Wahabismus-Moscheen zu bauen, damit künftig die Frustrierten ja nicht im falschen Auffangbecken landen).

Jetzt bereits importiert ist offenbar die Christenverfolgung, wenn man den diversen Medien-Berichten aus diversen Flüchtlingsunterkünften glauben darf.

Und an Grundschulen geben muslimische Kinder offen und ehrlich das wieder, was sie... ja... wo eigentlich?... gehört bzw gelernt haben: Christen muß man töten und Juden sind schlimmer als Schweine.

Und jetzt sagt mir doch bitte, warum ich ganz entspannt auf die Massen blicken soll, die schon da sind, und die noch kommen?

Daß wir uns nicht falsch verstehen: Mein Leben ist mir scheißegal. Ich habe einen Gott und einen Himmel, und das sollte EIGENTLICH jedem normalen Mensch genügen (siehe auch: Gewaltbereite "Unser Gott ist viel besser als Eurer"-Rage Monkeys). Ich habe aber auch in Deutschland und in Europa etwas, das schon lange vor mir da war und das auch nach mir noch lange bleiben soll. Darum sorge ich mich.

Dienstag, 18. August 2015

Frage...

Warum sagen manche Priester am Ende einer Oration "... der mit dir lebt und wirkt in alle Ewigkeit" und nicht - wie Meßbuch und Brevier es vorgeben - "... der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit"?

Ist das ein simpler Althippie-Reflex ("Herrschen böse, Stuhlkreis gut!"), oder steckt da tiefste Theologie hinter?