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Samstag, 8. April 2017

Stiller

anche Leser - vor allem auch aus der Gruppe jener, die schon seit am römsten-Zeiten dabei sind - fragen sich bzw mich, warum hier eigentlich nicht mehr so kommentiert wird, wie früher.

Dafür gibt es eine ziemlich einfache Antwort: Mir ist im Moment überall viel zu viel starre Gesinnung und ausgehöhlte Symbolik. Addiert man dazu eine immer irgendwie sprungbereit zu sein scheinende Aggressivität und das Unvermögen, gleiche Phänomene auch - unabhängig von ihrer Ansiedlung - gleich zu behandeln, dann schaffe ich es einfach nicht, die nötige Lust und Energie aufzubringen.

Sowohl im Internet als auch in der Welt, in der die Dinge tatsächlich stattfinden, gibt es ungefähr eine Gazontilliarde von Bescheidwissern, Erklärbären, Anschmiegern, Abstoßern, Mittelwegfindern, Tobsüchtigen, Kuschelflötern, Aufhetzern, Beschwichtigern und Abwägern. Ich bin mir ziemlich sicher, daß sich irgendwo eine solide Begründung versteckt, die mich ermutigen könnte, in dieser Kakophonie meiner Stimme Gehör zu verleihen. Aber momentan versteckt sie sich einfach zu gut.

Also werde ich erst einmal auf diesem Blog nur das tun, was ich tun will und nicht das, was möglicherweise einige von mir erwarten.

Samstag, 27. August 2016

When we were young...

ch habe in meinem Leben in genau zwei Bands gespielt, habe also schon mal doppelt so viel gemacht, wie ich mir mit 12 oder 13 Jahren (als ich zum ersten mal Depeche Mode gehört habe) ursprünglich vorgenommen hatte. Die erste Band war eine Synth-Pop-Combo aus Düsseldorf (1984-1987), mit der ich immerhin drei kurze Demos aufgenommen und ein anständiges und amtliches Konzert im Zakk gespielt habe. Die zweite Band war eine Indie-Rock-Band aus Freiburg i.Br. namens "The Sons". Ich habe da von 1987 bis 1989 Keyboard gespielt, aber die Band hat vorher schon und nachher auch noch ein wenig existiert. Wir haben damals eine handvoll Konzerte in Freiburg und Frankreich gespielt und haben auch zwei schicke Demos aufgenommen. Und wir hatten eine ausgedehnte Photo-Session, weil wir unsere Demos auch an ein paar Labels verschicken wollten und da natürlich nachdrücklich darauf hinweisen mußten, daß wir nicht nur coole Songs komponierten, sondern auch voll nach Teenie-Ohnmacht aussahen! Von genau dieser Photo-Session stammt dieses Bild. Das war eine hammergeile Zeit mit den Jungs! Danke für die Erinnerungen an (v.r.n.l.) Thomas (Schlagzeug), Roland (Gitarre), Wolfgang (Bass) und Achim (Gesang). Ganz links der blutjunge Herr Alipius, damals noch Claus.


P.S.: Ich habe dieses Bild mit diesem Text gestern auch schon auf facebook geteilt, aber da ist es - aus welche Grund auch immer - nur in meiner Timeline erschienen und nicht auf der allgemeinen Wall. Weil ich aber erstens das Bild zu cool finde und weil es zweitens streng genommen auch ein Geburtstagsgeschenk war, poste ich es jetzt nochmal hier auf dem Blog mit entsprechenden Hinweisen auf facebook, in der Hoffnung, daß dieses Mal nicht irgendwelche komischen Algorithmen die gar köstliche Information von geneigten Lesern und Hinguckern fernhalten.

Montag, 28. März 2016

Das Beten und das Lieben

argot Käßmann fliegt grade mal wieder eine ihrer Aussagen um die Ohren. Auf die Frage, was Jesus zum Terror von heut sagen würde, antwortete sie laut WELT: "Wir sollten versuchen, den Terroristen mit Beten und Liebe zu begegnen".

Boom! Enter: The Shitstorm!

Tatsächlich hat Käßmann einen Fehler gemacht, als sie sagte, daß wir versuchen sollten, den Terroristen mit Beten und Liebe zu begegnen. Denn eigentlich müssen wir den Terroristen mit Beten und Liebe begegnen. Zumindest dann, wenn wir die Worte unseres Herrn ernst nehmen.

Natürlich ist die Feindesliebe gerade in diesen Tagen eine zwar nicht unerhörte (Ich gehe davon aus, daß alle Christen und auch viele Nicht-Christen davon gehört haben) aber dafür eine extrem unwahrscheinliche Variante und daher (immer noch) eine Provokation. Und natürlich sind selbst viele Christen in der heutigen Zeit eher dazu bereit, brachiale Rhetorik aufzufahren, als tatsächlich auf die Kraft des Gebetes und die Macht der Liebe zu vertrauen. Ich selbst erhebe mich in Zeiten wie diesen jeden Morgen zu einem neuen, inneren Kampf, in dem ich die Versuchung der einfachen Antworten und der naheliegenden Impulse dem gänzlich Anderen der bedingungslosen Liebe unterordnen muß.

Und wieso funktioniert das für mich?

Weil ich keine kaputten, maroden, verkommenen, lustlosen, lebensfeindlichen Ideologien lieben muß, sondern Individuen. Menschen. Geschöpfe.

Samstag, 6. Februar 2016

Gute Besserung!

amit es nicht nur die Blog-Leser wissen, die sich auch auf facebook herumtreiben, gibt es jetzt auch hier die aktuelle Alipius-Enthüllungs-Story: Ich hatte in der Nacht vom 17. auf den 18. Januar einen Herzinfarkt. Es war - wie die Ärzte mir versichern - zum Glück ein "Kleiner" (ein Stent hat gereicht...), aber doof ist es schon, so etwas mit nur 47 Jahren im Lebenslauf stehen zu haben. Ich bin mittlerweile wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden und warte jetzt auf meinen Reha-Termin. Positive Begleiterscheinung: Ich habe seit der Episode keine einzige Zigarette mehr angerührt, obwohl nur drei Meter von mir entfernt auf meinem Kaffeetischchen eine geöffnete Packung liegt (verschärfte Wettkampfbedingungen). Es ist schon dämlich: Jetzt höre ich gezwungenermaßen mit dem Rauchen auf und stelle fest, daß es tatsächlich klappt. Aber es mußte erst so ein Kack-Herzinfarkt her, damit ich es überhaupt mal ernsthaft versuche.

Ich informiere Euch über die Lage, weil ich erstens möchte, daß Ihr es von mir erfahrt und nicht als Gerücht über Dritte und weil ich zweitens ja bald in Reha muß und vielleicht von dort auch mal etwas Reha-bezogenes bloggen werde. Jetzt wißt Ihr alle Bescheid und niemand muß fragen "Was macht denn der Alipius bei der Reha?"

Montag, 16. November 2015

Happy Birthday to me!

Ich blogge jetzt seit 10 Jahren!

Damit bin ich zwar noch lange nicht der dienstälteste katholische Blogger, aber es ist doch eine schöne, runde Zahl.

Die totalen Heydays sind natürlich vorbei. Ich muß mich ja jetzt auch auf die Arbeit in der Pfarre konzentrieren. Außerdem ist auch ein wenig die Luft raus, so daß ich weniger blogge und auch weniger Lust auf bestimmte Nebenwirkungen des Bloggens habe. Klar, ich bleibe noch dabei, aber wenn's ums Erzbloggen geht, dann müßt Ihr Euch langsam einen anderen suchen. Ich bleibe aber gerne Ehren-Erzblogger 8-D ...

Samstag, 25. April 2015

Neue Erfahrung...

Die Beklopptheit der Menschen läßt sich manchmal nur ertragen, indem man sich nicht zu ihr äußert.

Dienstag, 7. April 2015

Warum...

... meckern eigentlich alle an der Sommerzeit rum?

Ich freue mich immer, wenn es im Sommer abends eine Stunde länger hell ist. Und ich habe das Gefühl, daß mir die Extra-Stunde Sonnigkeit auch seelisch gut tut. Ohne wäre ich möglicherweise weniger genießbar...

Montag, 6. April 2015

Des Rätsels Lösung...

Was sollte also nun der ganze Firlefanz mit den durchnummerierten Posting-Titeln, die ganz offensichtlich gnadenlos langsam aber sicher auf die Null zusteuern?

Nun, das Nuller-Posting wäre am 14. November 2015 erschienen, also genau 10 Jahre, nachdem ich auf "rom, römer, am römsten" meinen ersten Beitrag veröffentlicht habe.

Ich hatte ursprünglich vor, mich dann erst einmal zur Ruhe zu setzen (also Blogger-mäßig), durchzuatmen und zu schauen, ob es noch weiter geht und wenn ja, wie.

Jetzt ist aber einiges anders (also nicht mehr so, wie es war) weswegen ich die Zügel schleifen lasse, die Nummern-Titel zu den Akten lege und erst einmal plan- und ziellos weiterblogge. Vielleicht bis zum 14. November. Vielleicht kürzer. Vielleicht bis darüber hinaus.